Gewinn rückwirkend mindern?

  • Hallo ich bin seit Januar 2007 Kleinunternehmer. Im Januar 2007 habe ich noch Kindergeld bekommen und da ich über der Grenze liege müsste ich meinen Gewinn vermindern. Ich war an überlegen eine Ansparabschreibung bzw. jetzt heisst es ja Investiontsabzugsbetrag oder so ähnlich zu bilden, aber seit 2007 ist es ja so, dass wenn ich die Investition nicht tätige der Gewinn sich rückwirkend in 2007 erhöht.


    Wie könnte man noch seinen Gewinn vermindern?


    Kennt ihr das Formular von der Familienkasse? Da soll man seinen Bruttobetrag eintragen, jedoch wäre das ja der Umsatz. Etwas weiter steht Betriebsausgaben. Da soll man also seine Betriebsausgaben hinschreiben. Soll ich jede einzelne Ausgabe hinschreiben oder reicht der Gesamtbetrag?

  • Wurde nur im Januar Kindergeld bzogen und ab Februar nicht mehr?
    Dann muss man der Kindergeldstelle nachweisen, dass man im Januar Einkünfte ( = Einnahmen minus Ausgaben) unter dem anteiligen Freibetrag ( 1/12 von 7.680,--) hatte. Das ist meistens sehr aufwendig und oft wird der Antrag abgelehtnt, obwohl die Voraussetzungen da sind. Man braucht viel Geduld!
    Ansonsten gibt es kaum Möglichkeiten der Gewinnminderung: nur eine anteilge Zurechnung zum Monat Januar wie Fahrtkosten, Telefon usw.


    Sollte doch der Jahresbetrag gemindert werden, ist das schwieriger.


    Gruß E.

  • Kindergeld habe ich komplett 2007 bekommen und seit 2008 nicht mehr.


    Ja habe schon viel Geld ausgegeben, aber hat nicht gerreicht.


    Gibt es denn z.B. keine Rücklagen die man bilden kann für schlechte Zeiten?

  • Doch MisterSimpson--die gibt es! Z.B. Sparbuch, Tagesgeldkonto u.ä.
    Sie können doch im Ernst erwarten, das Sie ein ganzes Leben an die Hand genommen werden.

    Gruß aus dem Rheinland

  • Ich würde das über eine Rückstellung für irgendwelche Anschaffungen
    in 2008 realisieren. Die mußt dann aber auch in 2008 in Anspruch nehmen.

    Harleylujar, Michael!!


    Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar... :!:



  • Stimmt schon das es sehr schwierig ist. Mh soviel Geld ist es eigentlich nicht was runter muss. War jetzt an überlegen mir eine Notebook in den nächsten 3 Jahren zu kaufen. Solange gilt der Investiontsabzugsbetrag ja auch, aber wenn ich mir z.B. ein Notebook für 1000 Euro kaufe und es nur 50% gewerblich Nutze, dann wären das nur 500 Euro und davon 40% wären dann nur 200 Euro für den Investiontsabzugsbetrag oder kann ich die 400 Euro ansetzen? Wie überprüfen die eigentlich zu wie viel % ich das Notebook benutze?
    Ich bekomme Geld durch Werbung im Internet. Was würde euch denn dann noch einfallen was ich mir in den nächsten 3 Jahren kaufen könnte?
    Zudem sehe ich mein Zimmer als Arbeitszimmer an, weil ich noch ein Schlafzimmer habe. Ich wohne noch bei meinen Eltern. Kann ich das irgendwie noch angeben?

  • Zitat

    Solange gilt der Investiontsabzugsbetrag ja auch, aber wenn ich mir z.B. ein Notebook für 1000 Euro kaufe und es nur 50% gewerblich Nutze, dann wären das nur 500 Euro und davon 40% wären dann nur 200 Euro für den Investiontsabzugsbetrag oder kann ich die 400 Euro ansetzen? Wie überprüfen die eigentlich zu wie viel % ich das Notebook benutze?

    der Investitionsabzugsbetrag kann nur gebildet werden, wenn das Wirtschaftsgut zu mehr als 90 % gewerblich genutzt wird.


    Zitat

    Zudem sehe ich mein Zimmer als Arbeitszimmer an, weil ich noch ein Schlafzimmer habe. Ich wohne noch bei meinen Eltern. Kann ich das irgendwie noch angeben?

    wenn keine Aufwendungen getragen werden kann auch nichts geltend gemacht werden.


    Gruß
    Sven

  • Mh bezahle Kostgeld ;) Aber das ist ja dann wohl eher privat.


    Edit: So eine Rücklage kann ich auch nicht bilden oder? Also wenn ich es richtig verstehe ist es nur wenn man wieder was investiert oder halt in 2007 verklagt worden ist und 2008 ist Verhandlung.
    Meine §6 c hier ein Link dazu: http://195.243.173.120/persoline/servlet/ContentResult?QueryID=QryRangeDetail&queryparam.po_content.ioid=915794


    Habe nämlich den Punkt gerade bei Elster gesehen. Also darf ein Kleinunternehmer sich keinen Notgroschen zur Seite legen? So für schlechte Zeiten oder so.