pkw ... privat oder geschäft?

  • Hallo zusammen,


    sicherlich werde ich nun einige vo euch etwas langweilen, aber irgendwie komm ich an dieser stelle nicht weiter....


    ich habe mich am 1.1 selbsständig gemacht, und mir für dieses vorhaben einen pkw für grad mal 500€ gekauft, welche ich brauche um arbeiten zu können.... allerdings verwede ich diesen auch privat.....


    Nun zu meine Fragen:


    Ich wollte das erst mal alles mit einem Fahrtenbuch machen damit ich am jahresende genauer feststellen kann was für mich am sinnvollsten ist -


    1. gut genug aber wie funktioniert das jetzt genau mit dem einbuchen des pkw's in die buchhaltung - ich habe für diesen keine rechnung da ich diesen von einem bekannten gekauft hatte....


    2. buch ich generell alle kosten wie benzin, anmeldung, repartur ect oder muss ich das irgendwie privat verrechnen, oder erst am jahresende???


    tschuldigung nochmals falls ich irgendjemanden damit gelangweit habe - aber aller anfang ist schwer ....

  • Ja, alles geschäftlich verbuchen. Benzin, Reparaturen usw.
    Bei diesem Anschaffungspreis hätte ich auch das Fahrtenbuch vorgezogen.
    Die 1% Regelung (Geldwerter Vorteil) bezieht sich nähmlich immer auf den Neupreis
    des PKW's.

    Harleylujar, Michael!!


    Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar... :!:



  • Trotzdem würde ich bei diesem geringen Anschaffungspreis erst mal genau prüfen, ob dieser Wagen überhaupt ins Betriebsvermögen muß.
    Wenn du ihn weniger als 50% geschäftlich nutzt, kannst du ihn nämlich auch im Privatvermögen belassen und einfach die Kostenpauschalen ansetzen.
    Grundsätzlich ist das bei älteren Fahrzeugen und bei einem so geringen Kaufpreis bzw auch sehr wahrscheinlich geringen Restwert des PKW steuerlich deutlich günstiger.
    Mal abgesehen davon, das es deutlich weniger aufwand ist, als den PKW im Betriebsvermögen zu führen.
    Solltest du den Wagen zu mehr als 50% beruflich nutzen, dann muß er ja leider zwingend ins BV. Dann solltest du, wie bereits empfohlen, unbedingt die Fahrtenbuchmethode wählen, da die 1% Regelung nur bei neuen Fahrzeugen und möglichst hohem privaten Nutzungsanteil taugt...

  • Hallo alle beisammen...


    Ich versuche grade in der Buchhaltung durchzusteigen - eigentlich nicht mein Gebiet.
    Deswegen schilder ich mal folgenden Fall:


    Bei uns im Betrieb haben wir ein Fahrzeug, welches Geschäftlich als auch privat genutzt wird.


    Alle Tankquittungen, Reifenkauf, Kfz-Rechnungen durch Reparatur... buche ich immer schön in unsere Kasse ein wenn die Ausgabe stattfand.


    In die Kasse, weil halt immer Bar bezahlt wird.



    Muss man nun die Ausgabe sofort auf die Konten aufteilen/splitten?


    Wie erkläre ich es, was ich meine...?
    Angenommen der PKW wird zu 70% geschäftlich genuzt - Rest privat.
    was mache ich jetzt mit einer Tankquittung in höhe von z.B. 50€ brutto


    Muss man von den 50€ 30%-Privatentnahme abziehen?


    Dann sehe die Buchung so aus?:


    35€ laufende Kfz-Kosten
    15€ privatentnahme


    ... oder wird der Gesamtbetrag gebucht und erst am ende des Jahres die private Nutzung abgezogen?


    Ach ich weiß nicht, ich bin wohl zu blöd für die ganze Sache hier!:(


    Hoffentlich weiß hier jemand weiter und kan es mir noch mal erklären?



    Danke Euch

  • Es wird erst mal alles als BA gebucht um anm Ende des Jahres wird anhand der gefahrenen Kilometer die jeweilige prozentuale Nutzung ermittelt und der betreffende Privatanteil gebucht.
    Man weiß ja schließlich erst am Ende des Jahres, wie hoch die private Nutzung war. Im laufenden Jahr schwankt die ja wohl jeden Monat, teilweise sogar beträchtlich.
    Übrigens sind dann auch noch Fahrten Wohnung/Betriebsstätte gesondert zu berücksichtigen, wenn es solche Fahrten gibt.


    Aber erst mal ist grundsätzlich alles BA und am Ende des Jahres wird die ganze Geschichte aufgedröselt

  • Hallo junimond... danke für die Antwort!


    Aber erst mal ist grundsätzlich alles BA und am Ende des Jahres wird die ganze Geschichte aufgedröselt


    Aber eine oder zwei Fragen hab ich noch dazu...



    Unser Steuerberater hatte mal nach dem Fahrtenbuch gefragt, welches mein Partner nicht führt.


    Er hat es dann für drei Monate geführt und der StB. hat dann gesagt 70% geschäftlich...



    Reicht das, drei Monate meine ich - wenn man so etwas einmal im Jahr macht, um es wieder zu bestätigen?


    Du musst wissen, mein Partner ist in der Sache schluderig/vergesslich...



    LG mira5

  • Hi, ich bin es nochmal.



    "Also, soweit alles verstanden."
    Sagen wir mal 70% sind geschäftlich genutzt.


    Was mache ich jetzt mit den ganzen Kfz-Kosten am "Ende des Jahres"?


    Sprich: z.B.
    -Reisekosten / Benzin --> 1700€
    -laufende Kfz-Betriebskosten --> 470€
    -Kfz-Versicherung --> 290€


    = 2460€ Gesamtkosten im Jahr



    ... also ziehe ich 70% von 2460€ ab?


    ... und diese 1722€ gebe ich zu meinen Betriebsausgabe hinzu?


    ... und den Rest von 738€ gehört zu meinen Privatentnahmen.


    ... d.h. die 738€ gehören zu meinem Einkommen.



    ist das richtig?



    Ein anderer Gedanke kommt mir:


    Die Tankquittungen z.B. habe ich doch schon Monat für Monat mit als Ausgabe voll angegeben.


    - ich wusste ja z.B. im März noch nicht, das sich einmal 70% ergeben.


    wisst ihr was ich meine?



    Vielen Dank für eure Antworten, ihr müsst wissen ich muss mir das irgendwie
    alles selbst aneignen, weil einen StB können wir uns einfach nicht leisten... :(
    Dies bedeutet, lesen, lesen, verstehen...


    LG mira5