Selbständigkeit im Online Handel ??

  • Hallo, also ich habe mich schon über einiges informiert, so weiß ich schon mal, dass ich um eine zusätzliche Krankenversicherung nicht rum kommen werde. Noch bin ich über meinen Mann familienversichert, aber die Grenze von 345 Euro, die ich Brutto verdienen dürfte, ist ja schnell erreicht. Also kämen ca. 200 euro an Krankenkasse und Pflege-Vers. an Kosten pro Monat.


    Weiß jemand, ob man als Selbständiger auch Arbeitslosen etc zahlen muss ???


    Noch bin ich in Elternzeit, bis Mai, in keinem Angestelltenverhältnis. Ob ich jetzt noch Ansprüche beim Arbeitsamt habe, weiß ich noch nicht. Am liebsten würde ich aber sowieso gerne von zu Hause aus arbeiten, da ich gesundheitlich auch schon mal eingeschränkt bin. Da schwebt mir so ein Home-Office vor oder besser noch Online HAndel, wo ich Sachen verkaufe.


    Online-Handel dachte ich über Ebay, aber da hat man mich schon sehr gewarnt, dass manche quasi auf Fehler warten. Da habe ich etwas Respekt vor. Kann mir da einer was sagen. Einen Händler, bei dem ich kaufen könnte, habe ich. Müsste mir dann bei Ebay nur nen Shop einrichten. Aber ist die Frage - ist das easy ?


    Benötige ich in irgendeiner Form eine Versicherung, wenn es mal knatsch gibt ???


    Ich denke vorallem daran, wenn ich sowas als Home-Office machen würde. Bin Kauffrau und könnte ja auch von zu Hause aus Schreibarbeiten ausführen, benötigit man dafür ne Haftpflicht, wenn mal was schief geht oder so ?


    Eine Brochüre habe ich mir beim Finanzamt schon geholt und da ich nächste Woche meinen Arbeitsamttermin habe, werde ich wohl mit der Anmeldung eines Gewerbes auch noch bis April warten, aber bis dahin wollte ich halt alles mal zusammen tragen.


    Was mir noch ein wenig Sorge bereitet, Kleinunternehmerregelung, verstehe ich das richtig, dass man die einmal mit Ust-Befreiung und einmal ohne machen kann ???


    Also nehme ich die Form ohne, dann darf ich keine Rechnungen mit USt austellen. Jetzt lese ich hier aber, dass manche eben Kunden haben, die auf die UST bestehen. Wäre dann die Form mit der UST-Ausstellung nicht sogar besser, denn so könnte ich auch Vorsteuer abziehen und ggf. eigene Belege doch auch abziehen oder ?
    P.S.: Zur Vereinfachung nimmt man dann sicher eine Software, wo man alles eingibt oder ? Wer hat eine Gute.Privat nutze ich Buhl Standart, das Professional macht das sicher im Gerwerblichen, kostet aber 40 Euro. Und erstmal muss ich ja Geld verdienen, da ich auch erstmal an Waren und Verpackungen investieren müsste.


    WAs würdet Ihr da raten.


    So, das war erstmal ein Einstieg und ich hoffe, das waren nicht zu viele Fragen. Bin sehr glücklich dieses Forum hier gefunden zu haben und erhoffe mir noch viele Tips von Euch, da ich nichts falsch machen möchte.


    Vielen lieben Dank


    Birgit

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    Vielen lieben Dank für Eure Hilfe


    Birgit :)

  • Hallo, die Grenze von 345.- EUR ist der durchschnittliche Gewinn, den Du pro Monat haben darfst. Liegst du über der Grenze von 345.- EUR aber noch unter 828.- EUR, kannst Du Dich zu einem ermäßigten Betrag freiwillig versichern. Der Beitrag dafür liegt bei rund 130.- EUR/Monat. Es gelten dafür aber die gleichen Voraussetzungen wie für die Familienversicherung: nur nebenberuflich Selbstständig sein, Arbeitszeit unter 18 Stunden wöchentlich, keine Arbeitnehmer beschäftigen.


    Problem freiwillige Arbeitslosenversicherung: hier mußt Du eine selbstständige Tätigkeit mit mindestens 15 Wochenstunden. Wichtig: ein Eintritt in die freiwillige Arbeitslosenversicherung ist nur innerhalb eines Monats nach der Gründung möglich. Nähere Infos findest Du unter http://www.gruendungsnetz.bran…etail.php/bb2.c.424611.de


    Kleinunternehmerregelung: Hier würde ich Dir empfehlen, davon nicht Gebrauch zu machen. Dann kannst Du betrieblich bedingte Ausgaben selber von der Steuer absetzen und Dir so die Vorsteuer wiederholen.


    Viele weitere gute Informatinonen und Tipps zum Thema Kleinunternehmer finden man auch auf der Website http://www.existenzgruender.de .


    Gruß, Claudia

  • na, das waren ja schon gute Infos, vielen Dank


    das Thema mit dem Kleinunternehmer habe ich jetzt gelesen, sodass ich denke, da wahrscheinlich überwiegend an Privatkunden verkaufen werde, wird wohl die Regelung ohne Vor-/ und Umsatzsteuer besser sein.



    Zur Krankenkasse, wundert mich, dass Du jetzt von Gewinn sprichst, denn meine KV meinte ausdrücklich, dass die 345 Euro Brutto wären. Denn da meinte ich auch, jenachdem was man verkauft hat man das doch schnell.


    Wäre also schön, wenn hier noch einer eine Erfahrung für mich hätte.


    Oder vielleicht finde ich hier ja noch mehr, ich suche jetzt mal weiter.

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    Vielen lieben Dank für Eure Hilfe


    Birgit :)

  • Zur Krankenkasse, wundert mich, dass Du jetzt von Gewinn sprichst, denn meine KV meinte ausdrücklich, dass die 345 Euro Brutto wären. Denn da meinte ich auch, jenachdem was man verkauft hat man das doch schnell.


    Ich habe gerade mit der Krankenkasse meiner Frau gesprochen, denn unsere Situation ist momentan ähnlich: Sie ist in der Elternzeit und wir möchten nebenbei auf ihren Namen einen kleinen Online-Shop eröffnen, den sie als selbstständige Nebentätigkeit laufen lässt. Und da war eben auch die Frage, welche Dinge wir beachten müssen, damit sie sich nicht selbst zusätzlich versichern muss.
    Der Mann von der DAK meinte folgendes:


    - Nicht mehr als 18 Stunden arbeiten
    - Keine Angestellten
    - Der Verdienst darf nicht zu hoch sein, damit ihre eigentliche Arbeit (die ja momentan ruht) weiterhin als Haupteinnahmequelle gilt.


    Eine sehr ungenaue Angabe, aber er meinte, um auf der sicheren Seite zu sein, dürfe sie nicht mehr als 345,- Euro durchschnittlich verdienen. Damit ist das gemeint, was am Ende übrig bleibt. Oder anders gesagt: Das, was das Finanzamt als zu besteuernde Grundlage nimmt. Daher wahrscheinlich die Angabe "Brutto" von Deiner Krankenkasse. Und die Krankenkasse bekommt laut seiner Aussage nur Angaben mit einem Jahreswert, den sie dann auf die Monate verteilen.
    Macht ja auch Sinn: Wenn jemand keine Ausgaben hat, bedeuten 345,- Euro Umsatz gleich 345,- Euro Gewinn. Wenn ich einen Fernseher für 1000,- Euro verkaufe, aber 850,- Euro Kosten habe, dann dann macht das nur 150,- Euro Gewinn. Folglich kann der Umsatz kaum maßgeblich sein, denn dann wären ja eigentlich alle selbstständigen Nebentätigkeiten ausgeschlossen, die mit Kosten, bzw. Investitionen verbunden sind.


    Am besten telefonierst Du bei Deiner KraKa noch mal mit jemandem, der Ahnung hat.


    Gruß


    Gidian