einmalige Aushilfe, unproblematisch? Oder mit viel Bürokratie und Kosten verbunden?

  • Hallo liebe Teilnehmer des Forums,


    ich bin im Textilgewerbe tätig und muss sämtliche Kleidung sichten, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
    Kann ich unproblematisch eine Aushilfe für diese Arbeit einstellen (Bekleidungr durchsichten) ohne viel Bürokratie?
    Wenn ja, fallen für diese einmalige Anstellung Lohnnebenkosten an?
    Wenn ja? Welche und wie hoch?


    ( Ich habe die Vorstellung für diese Tätigkeit 70 bis 100 Euro zu zahlen)


    Oder brauch man für diese einmalige Tätigkeit keine Nebenkosten zu entrichten?


    Über die Hilfe schon mal im Voraus tausend Dank.

  • Du musst die Aushilfe zum einen bei der Bundesknappschaft anmelden. Hier musst du dann pauschal 30% Abgaben zahlen (Bemessungsgrundlage ist der Arbeitlohn deiner Aushilfe). Zu dem musst du die Aushilfe m.E. bei deiner Berufsgenossenschaft anmelden, zwecks Unfallversicherung.


    Gruß,
    Matthias

    Dieser Beitrag stellt keine individuelle rechtliche Beratung dar, sondern gibt lediglich die Meinung des Verfassers wieder.
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    Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Zahlenmüssen. Die Kenntnis aber häufig schon.


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  • Anmeldung bei der BG ist aber rückwirkend, hast du (erst mal) nichts mit zu tun
    erst Anfang nächsten Jahres meldest du deinen insgesamt bezahlten Bruttoarbeitslohn an die BG und bekommst danach eine Beitragsrechnung

  • Ich war der Meinung, man muss der BG bescheid geben, wenn man wen beschäftigt.


    Wie ist es denn, wenn der AN im ersten Jahr direkt einen Unfall hat... dann weiß die BG doch noch garnicht das da wer angestellt ist und versichert sein will und nun Geld haben möchte...


    Setzt die BG nicht auch Beitragsvorauszahlungen oder so fest?


    Gruß,
    Matthias

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  • zumindest bei "meiner" BG (Einzelhandel) kenne ich das wie oben gesagt nur so (seit 20 Jahren)


    Bis Ende Januar schriftlich oder bis 10.02. online muss ich angeben, dass ich als Inhaber wie immer 300 Tage gearbeitet habe (einen anderen Wert darf man gar nicht nennen :rolleyes: ) + den im abgelaufenen Jahr an alle Beschäftigten gezahlten Bruttolohn als ein einziger Betrag.


    Auf dieser Basis wird mein Beitragsbescheid erstellt


    Unter'm Jahr habe ich ich da noch nie neue MitarbeiterInnen an- oder abgemeldet.
    Wieviele oder gar welche Leute für den genannten Gesamt-Bruttolohn bei mir beschäftigt sind, wird auch nicht abgefragt. Als freiwillige Angabe für statistische Zwecke wird gebeten anzugeben, wie viele Stunden insgesamt gearbeitet wurden - "Schätzwert reicht"


    hab' letzte Woche noch wieder gemeldet, war - wie immer - genau so.


    es mag aber u.U. da Unterschiede zwischen den verschiedenen BGs geben, da bin ich dann übergfragt.