KFZ-Kosten als Kleingewerbetreibender Harz4

  • Habe ich nun einen Hammer bekommen.
    Bei meiner monatlichen Vorlage des Betriebsergebnisses bei der ARGE wurde mir mitgeteilt, daß die von mir in Rechnung gestellten 30 cent je. Fahrkilometer nur noch mit 10 cent als Ausgaben anerkannt werden.
    20 cent werden als Einnahme gewertet und mir von den AlgII- Leistungen abgezogen.
    Ich muss also anfallende Ausgaben ( mit den 30 cent komm ich eh nicht aus ) auch noch als Einkommen anrechnen lassen.
    Ich bin einfach ratlos.
    Da ich als technischer Dienstleister ( Bauleiter ) Aufträge bekomme, zu denen KFZ - Einsatz unumgänglich ist, kann ich mir mein Kleingewerbe, und damit zumindest einen eigenen Teilbeitrag zum Unterhalt einfach nicht mehr leisten.
    Bleibt nur noch Schwarzarbeit ? oder garnix tun ?:mad: :mad:

  • moin auch :)


    das ist ja echt eine harte Nummer ... ich verstehe deinen Frust vollkommen.
    Und dann die 20 Cent auch noch als Einkommen zu berechnen ist wirklich frech/unverschämt/oberdreist :mad:


    meines Erachtens ist diese Handhabe rechtlich nicht haltbar, die 30 cent/km sind ja nun mal per Bundes-Gesetzgebung als Aufwand für einen gefahrenen km mit egal welchem Auto "von höchster Stelle" aus festgelegt (und seit vielen Jahren trotz stetig steigender (Sprit-)Preise nicht angehoben worden)
    Aber ich bin kein Rechtsanwalt und diese ganze Hartz-IV-Sch***** treibt irgendwie ganz merkwürdige Stilblüten :mad:


    Ich habe mal vor vielen Jahren eine Steuerprüfung gehabt, da wollte mir die Prüferin die damals gültigen 70 Pennig je km auch nicht anerkennen, weil mein oller Passat ja viel günstiger je km sei ... (warum fahre ich wohl solche Autos? :rolleyes: )


    Habe der Prüferin dann gefragt, wo die Logik/Steuergerechtigkeit sei, dass sie als Halbtagskraft beim FA problemlos 70 Pennig je km für ihren nagelneuen Benz-Kombi absetzen könne (mit dem kam sie bei mir vorgefahren) und ich als armer selbstständiger Schlucker für meinen 15 Jahre alten Passat das dann aber nicht.
    Ab dem Moment war das Thema dann erledigt :p


    Aber ok, das ist Steuerrecht, Hartz-IV/ALG-II scheint nach Meinung der Mitarbeiter der zuständigen Ämter andere Rechte zu genießen :mad:


    Gibt es bei euch in der Stadt vielleicht eine Beratungsstelle, wo du mal nachfragen/um Unterstützung bitten kannst?


    Ggf. ansonsten auch mal die kommunalen Fraktionen/Parteien im Stadtrat (Grüne, Linke ...) anrufen und um Hilfe bitten. Für die sind solche Ungerechtigkeiten oft ein wirklich willkommenes Thema um öffentlich und/oder verwaltungsintern Druck zu machen ...


    RA aufsuchen ist natürlich auch immer eine Variante, aber natürlich immer mit Nerverei und einem gewissen Kostenrisiko verbunden :(


    Lass dir das auf keinen Fall gefallen, würde ich sagen ...

  • Hallo Leute,
    bin mal kurz wieder da.
    Die ganze Angelegenheit wird ja noch heftiger.
    Die Tagesaufwendungssätze, die jeder bekommt, der unterwegs ist, werden mir ganz gestrichen.
    Die Frage kam: "was haben Sie denn für Aufwendungen" ?
    Antwort war: " die gleichen auch, die alle Anderen haben, die diese Pauschalen anerkannt bekommen und die damit, so, wie der Gesetzgeber es will, ihre Lohnsteuer mindern oder ihre Betriebsausgaben erhöhen."
    "Ich erwarte doch lediglich Gleichbehandlung".
    Gestrichen ist trotzdem.
    Ich werde nun Wiederspruch einlegen, schaun wer mal.
    Macht so richtig Spaß, in diesem Land etwas tun zu wollen und nicht nur auf Leistungen allein zu warten, tjo, so ist das.
    Meinen die sowas mit Motivation ?
    Ich grüß Euch,
    bis bald
    Fred:( :(