Bewertung des Arbeitszeugnisses meiner Frau

  • Hallo zusammen,
    ich bin neu in diesem Forum und möchte um Euere Hilfe bei der Bewertung des Arbeitszeugnisses meiner Frau bitten, welches wir heute erhalten haben.
    Auf den ersten Blick sieht das Zeugnis nicht schlecht aus, allerdings vermuten wir eine Gesamtnote von höchtens 3 bzw. befriedigend, welche wir so absolut nicht akzeptieren könnten.
    Meine Frau war bis zum Tage ihrer Kündigung wegen Arbeitgeberwechsel so die Worte der Vorgesetzten "unsere beste Kraft" "die einzige auf die man sich verlassen kann", "ihr kann man blind vertrauen" "Fachwissen allererste Sahne" etc. etc. etc.
    Als sie wie gesagt aus eigenem Antrieb gekündigt hat, wurde sie auf gut schwäbisch formuliert, nicht mal mehr mit dem Arsch angeschaut. Es war ein trauriges "Nachtreten" das sie absolut nicht verdient hat. Schon als bekannt wurde, dass sie kündigen möchte, war nicht mal jemand bereit, die Kündigung pers. entgegen zu nehmen, schon da begann das Trauerspiel. Ausstehender Gehalt incl. Überstunden wurden absichtlich verspätet ausgezahlt, die Lohnsteuerkarte wurde ebenfalls absichtlich zurückgehalten und erst nach mehrmaliger Aufforderung und fadenscheinigen Ausreden übersandt. Ihre Chefin, die sich selbst gerne als ihre "Freundin" bezeichnete, hat nach der Kündigung kein Wort mehr mit ihr gesprochen, lässt sich bei Anruf verleugnen und dreht bei zufälligem Aufeinandertreffen den Kopf zur Seite, so als hätte sie meine Frau nicht gesehen. Das Arbeitszeugnis wurde uns heute, 13.03.08 übersandt, trägt aber das Ausstellungsdatum 31.01.08, usw. usw. usw.
    Daher vermuten wir auch, dass im Zeugnis ebenfalls "nachgetreten" wird.
    Natürlich würde jeder Mann von seiner Frau nur das Beste berichten, aber ich kann hier nur sagen, dass meine Frau eine wirklich fleißige Seele ist, die lieber selbst nichts essen würde, bevor ihre Patienten bestens versorgt sind. Eine Krankenschwester mit Leib und Seele. Eine solche Mitarbeiterin wird dieses Unternehmen niemehr haben und ein anderes wird lange nach so einer Mitarbeiterin suchen!!!
    Nun aber zum Zeugnis:


    Einleitung ok, Zeugnis für wen, von wem erstellt bzw. bei wem beschäftigt
    Beschäftigungsumfang, ebenfalls sachlich richtigund soweit ok


    Das Aufgabengebiet von Frau XXXXX umfsste im Wesentlichen:
    - Versorgung der Klienten nach SGB XI
    - Versorgung der Klienten nach SGB V nach Anweisung des Arztes
    - Visite mit den Hausärzten bei den jeweiligen Klienten
    - Führen der Pflegedokumentationen
    - Vertretung der Pflegedienstleitung vom 01.04.05 bis 31.01.08


    Frau XXXX hat sich aufgrund ihrer guten Auffassungsgabe schnell in ihr Fach- und Aufgabengebiet eingearbeitet.
    In allen Bereichen zeigte sie initiative, Fleiß und Eifer und verstand es,
    ihr erlentes Wisen entsprechend der Situation einzusetzen.
    Alle ihr übertragenen Aufgaben erfülltge Frau XXXX mit Einsatzfreude, Geschick und Verantwortungsbewusstsein, so dass wir ihr nach kurzer Einarbeitungszeit die Stellvertretung der Pflegedienstleitung übertragen konnten.


    Im Umgang mit unseren Klienten und Angehörigen war sie freundlich, ihr Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war stets einwandfrei.


    Frau XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch.
    Wir bedanken uns bei Frau XXXX für ihre Mitarbeit und wünschen ihr für die beruflichen und persönliche Zukunft alles Gute


    Unterschriften


    Alles in allem nach meiner Auffassung eine sehr "magere" Angelegenheit, die ebenfalls nur nach meinem subjektiven Verständnis höchstens die Note befr. hergibt.
    Für Euere Bewertung und auf für evtl. Tipps danken wir schon im Voraus


    Gruß Thomas

  • .
    Auf den ersten Blick sieht das Zeugnis nicht schlecht aus, allerdings vermuten wir eine Gesamtnote von höchtens 3 bzw. befriedigend, welche wir so absolut nicht akzeptieren könnten.


    Wie kommt Ihr darauf, dass da irgendwas nicht stimmt? Es könnte vll. ausführlicher sein, muss es aber nicht. Da sind keinerlei Formulierungen drin, die irgendeinen negativen Beigeschmack hätten.


    Wenn Ihr auf Worthülsen steht, die in 'jedem Zeugnis' stehen, pfrickelt irgendwo ein 'zu unserer vollsten Zufriedenheit' rein und gut is'.


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  • Das Arbeitszeugnis klingt doch gut? Weiss auch nicht was du hast, ich bekomme durch das Arbeitszeugnis den Eindruck, dass deine Frau eine sehr fleissige gute Mitarbeiterin war, der man viel Verantwortung zutrauen kann. Nur weil die Leute sich in der Firma am Schluss dumm verhalten haben, musst du dir doch nicht so einen Stress wegen dem Arbeitszeugnis machen.

    Die Signatur befindet sich im Aufbau.