SemiProfessioneller IT-Service?

  • Guten Tag,


    Ich bin betreiber einer sogenannten "Schülerfirma" an meiner Schule, in welcher ich zusammen mit Mitschülern IT-Dienstleistungen, sprich einen IT-VorOrt Service für Privatkunden anbiete. Nun bin ich und die anderen Mitbegründer dieser Schülerfirma aufgrund der Vorgaben, zu welchen ich gleich noch kommen werde, bzw. der rechtlichen Situation in der wir uns mit der Schülerfirma befinden, zunehmend unzufriedener. Als Schülerfirma haben wir selbst keinen Rechtsform sondern unterstehen der Schule, haben somit auch keinen Gewerbeschein, können keine Steuer ausweisen (was in Zusammenhang mit Privatkunden natürlich nicht soo tragisch ist). Als größtes Handicap sehe ich jedoch die Tatsache, dass wir offiziell keinen "Gewinn machen dürfen". D.h. wir stellen lediglich eine Aufwandsentschädigung in Rechnung und sind vepflichtet alle paar Wochen unser Journal der Schule vorzulegen und aufzuzeigen, dass wir diese Aufwandentschädigungen nur für die Schülerfirma sinnvolles verwandt haben. Wie auch immer, nun stellt sich die Frage ob es sich nicht rechnen würde dieses Projekt aus der Schule auszugliedern und es als Gewerbe anzumelden. Meine Frage ist nun ob man solch eine "Semi-Professionelle" ;) IT-Dienstleistung dem Endverbraucher überhaupt verkaufen darf, denn eine Ausbildung besitzen wir nicht (12 Kl. Gymn.). Wie würde man soetwas deklarierenund bewerben?


    Vielen Dank für eure Antworten,
    mfg Ussel

  • Naja, grundsätzlich dürft ihr das natürlich.


    Anfallen tun da die "ganz normalen" Sachen. Gewerbeschein, Steuer, Buchhaltung, etc.
    Leider nimmt die Gesetzgebung da auf euren Schülerstatus keine Rücksicht ;)


    Werbetechnisch könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Ihr vorerst mit der "Schülermasche" gerade bei Privatleuten auch recht gut fahrt, würde ich persönlich auch als solche bewerben.


    Also "Computerreparatur made by der Generation, die davon auch Ahnung hat - für billig" caipi
    Denn, aber das ist euch auch selbst klar, Ihr werdet wahrscheinlich zumindest nicht von Anfang an mit den alteingesessenen staatlich verordneten IT-Fuzzies konkurrieren können.


    Ansonsten kommt es natürlich darauf an, welche Tätigkeiten ihr genau ausübt, wie eure AGB und Dienstleistungverträge lauten. Da steht dann nämlich das Thema "Schadenshaftung" an.


    Solltet ihr euch überlegen und informieren, wie Ihr das regelt - aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass aber auch ein nicht gerade kleiner Teil der IT-Firmen da kaum bis gar keine Vorsorge getroffen hat.


    Sprich - es gibt die typischen Fallstricke. Nichts außergewhnliches für euch, informiert euch einfach über die typischen Existenzgründungsfallstricke bzw. schaut mal ins http://www.traum-projekt.com/f…ng-and-selbstst-ndigkeit/

    quo errat demonstrator

  • Danke für die Anwort webdepp.
    Ich werde das ganze nochmal ausgiebig mit meinen Kumpanen besprechen, sofern wir irgendwie die Tatsache, das wir Schüler sind, durchklingen lassen können und somit die Qualität der Dienstleistung dem Kunden erkennbar machen können finde ich es ganz passabel.


    Nochmal Danke,
    Ussel

  • das wir Schüler sind, .............. und somit die Qualität der Dienstleistung dem Kunden erkennbar machen können



    Nimm es bitte nicht persönlich... aber nach dem was ich ständig durch die Medien über Schüler und unser Schulsystem präsentiert bekomme, kann ich diesem Zusammenhang nicht folgen.

    Und wegen "semi-professionell"... ihr seit genauso viel oder wenig professionell wie die vielen nebenberuflich Gewerbetreibenden die versuchen mit ihrem Hobby- und Schul-Wissen Geld zu verdienen.
    Und wie Webdepp schon schrieb... vor dem Gesetz habt ihr keinen Schülerbonus.

    Alles was ich hier so schreibe ist nur meine ganz persönliche Meinung.

  • Nimm es bitte nicht persönlich... aber nach dem was ich ständig durch die Medien über Schüler und unser Schulsystem präsentiert bekomme, kann ich diesem Zusammenhang nicht folgen.


    ?! verstehe jetzt nicht was du nicht verstehtst, bzw. damit sagen willst.


    Wo lest ihr heraus das ich einen "Schülerbonus" vom Gesetzgeber fordere? Ich habe lediglich meine, bzw. unsere aktuelle Situation von der "Firma" beschrieben. Ich rede ja davon das ganze jetzt als richtiges Gewerbe anzumelden um eben aus dieser "Schülerfirma-Sache" herauszukommen weil dies eher als rechtliche Grauzone denn als ein Status zu verstehen ist. :p


    Gute Nacht,
    Ussel