Vermerke in Dateien

  • Moin,
    Ich benutze seit neustem Windows Vista.
    Ich habe gemerkt, dass bei allen Dateien immer irgendwelche Daten im Code enthalten sein müssten, die z.B. das Erstellungsdatum ausgeben. Andernfalls müsste sich Windows eine parallele Datenbank anschaffen, die die Daten der Dateien speichert, das wäre aber unlogisch, da diese Daten ja auch beim kopieren auf andere HDs erhalten bleiben.
    Ich würde gerne wissen, welche von den zwei Varianten zutrifft.
    Desweiteren wäre es interessant, welche persnlichen Daten in den Dateien stehen. Ich habe z.B. gemerkt, dass man auf imageshack.us nach dem hochladen sieht, mit welcher Kamera das Foto geschossen wurde.
    Es wäre für mich besonders wichtig, welche Daten bei Videos gespeichert werden, die anfangs in mpg codiert sind und dann weiter in divx konvertiert werden.

    -.-

  • Zitat

    Desweiteren wäre es interessant, welche persnlichen Daten in den Dateien stehen. Ich habe z.B. gemerkt, dass man auf imageshack.us nach dem hochladen sieht, mit welcher Kamera das Foto geschossen wurde.

    Stichwort EXIF. Deine Kamera speichert beim alle wichtigen Daten in die JPEG-Datei. Mit den meisten Bildbetrachter (IrfanView mit Plugins), aber auch teuren Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop lassen sich diese Daten auslesen. Es gibt auch Freeware, die nur für diesen Zweck erstellt wurden.


    Zitat

    Es wäre für mich besonders wichtig, welche Daten bei Videos gespeichert werden, die anfangs in mpg codiert sind und dann weiter in divx konvertiert werden.

    MPEG speichert meines wissens nach keine besonderen Tags. WMV kann Author / Titelinformationen abspeichern, aber MPEG ist recht neutral. Bei der Umwandlung in DivX werden wahrscheinlich eh etwaige Tags verloren gehen. Bin mir aber nicht 100%ig sicher. :)


    Zitat

    sein müssten, die z.B. das Erstellungsdatum ausgeben.

    Ist 'ne gute Frage. Hab' ich mich auch schon gefragt, aber bis heute keine Erklärung finden können ... ;) :D


    Gruß Stefan :)

  • Mir ist es mal so erklärt worden:


    Es gibt auf jedem Datenträger eine Dateizuordnungstabelle. Diese kann man sich vorstellen wie das Inhaltsverzeichnis von einem Buch, wo steht "Datei 'brief.doc' liegt auf Cluster 612,613,614".
    In dieser Tabelle stehen dann auch die Dateiattribute (Schreibgeschützt, Archiv, Versteckt, Systemdatei) und das Erstellungs- und Änderungsdatum.
    Das ist das Verfahren für FAT-Datenträger, wie USB-Sticks, Speicherkarten oder Disketten.
    Da heutzutage fast jeder seine Festplatte in NTFS formatiert hat, werden diese Informationen nicht mehr im MFT (der NTFS-Zuordungstabelle) sondern in den NTFS-Streams gespeichert. Bei NTFS gibt es nämlich die Möglichkeit, zu jeder Datei eine Menge zusätzlicher Streams zu speichern, die neben den eben genannten Informationen wie Datum und Attribute auch die Daten zu den Zugriffsberechtigungen oder von einigen Virenscannern angelegten Prüfsummen enthalten. Seit Service Pack 2 für Windows XP kennt man auch diese komischen Hinweisfenster, die einem sagen, dass die aufgerufene Datei von einem anderen Computer kommt. Diese Information wird auch in diesen Streams gespeichert.
    Kopiert man die Datei übernimmt Windows diese Daten und speichert sie entsprechend dem Ziel-Dateisystem entweder in einem NTFS-Stream oder in der Dateizuordnungstabelle.


    Mit den NTFS-Streams kann man übrigens komplette Dateien verstecken!
    Gib bei Start -> Ausführen einmal 'notepad c:\testdatei.txt' ein, schreibe etwas in das Editorfenster hinein, speichere die Datei ab und schließ den Editor.
    Dann rufst du auf dem selben Wege 'notepad c:\testdatei.txt:geheimertext' (ohne diese kleinen Anführungsstriche) auf. Du erhältst wieder ein leeres Editorfenster, in das du hineinschreiben kannst, was du willst, dieser Text lässt sich nur lesen, wenn jemand den Namen dieses Datenstroms kennt und die Datei mit 'notepad c:\testdatei:geheimertext' aufruft, klickt jemand einfach nur diese Datei doppelt zum Öffnen an, sieht er bloß den Text, den du im ersten Schritt eingegeben hat.

    "Beißen ist wie küssen. Nur dass einer gewinnt!"
    - TARDIS

  • In dieser Tabelle stehen dann auch die Dateiattribute (Schreibgeschützt, Archiv, Versteckt, Systemdatei) und das Erstellungs- und Änderungsdatum. Das ist das Verfahren für FAT-Datenträger, wie USB-Sticks, Speicherkarten oder Disketten.


    Die EXIF-Information werden direkt in der Datei hinterlegt.


    Seit Service Pack 2 für Windows XP kennt man auch diese komischen Hinweisfenster, die einem sagen, dass die aufgerufene Datei von einem anderen Computer kommt.


    Davon hab' ich noch nie gehört.

  • Das hat Stefan schon gesagt, maxi hat das auch gar nicht in Frage gestellt, dein göttliches Urteil war unnötig.


    Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?


    "... dann kann es ja nicht wahr sein." Sei ehrlich, genau das geht dir durch den Kopf. Stimmts? :o


    Nein. Da mir ein solches Hinweisfenster bisher weder auf meinen eigenen Rechnern noch auf Kundenrechnern aufgefallen ist wüsste ich gerne unter welchen Voraussetzungen es erscheint.

  • Tag, ich hoffe ihr hattet mehr Erfolg als ich beim Ostereier suchen...


    ... Die speziellen Dateispetifischen Daten werden in den Dateien selber gespeichert und die Informationsdaten wie Größe, Datum etc. werden extern in den Streams gespeichert. Sehe ich das richtig?

    -.-