der weg zu einem guten design?

  • hi leuts!


    ich hab mich mal gefragt wie andere webdesigner ein projekt angehen und letztendlich zu einer guten site gelangen. ich denk ich erzähl erst mal wie ich das immer angeh:


    ich hab ne kleine grundvorstellung (position des menüs, logos, ...) wie die seite aufgebaut sein sollte, das entscheidet sich immer nach dem informationspotential das in einem projekt drinsteckt. dann such ich mir irgend ein bild (z.b. foto) und spiel einfach mal mit den filtern rum bis irgend was interessantes rauskommt und die grafik verwend ich dann für bestimmte texturen und bestimmt zur hälfte auch den "roten-faden" der sich hintergründig durch das ganze design zieht. dieser "rote-faden", oder theme könnte man sagen, wird zum andern teil aus dem stil von "konstrukten" bestimmt: ich bau mit oder um diese textur verschiedene "konstrukte" die aus geometrischen grundbausteinen wie dreieck, kreis und quadrat bestehen. meist sind diese kosntrukte sehr filigran und sie sollten gut auf der webseiten fläche verteilt sein. man kann auch eine leichte konzentration in der nähe von wichtigen bereichen zeigen (z.b. beim logo). so bau ich die ganze seite nach einem theme auf das ich zuvor festgelegt hatte. der härteste teil am designen find ich das debuggen :) bei dem man stilistische fehler versucht zu verbessern.


    naja bin gespannt auf eure wege...


    julian

  • hi Julian,


    sicherlich ist Dein Weg eine gute Lösung !


    aber viele Wege führen nach Rom...


    Ich kenne z.B. Leute die nach folgendem Prinzip die Sache angehen:


    - Content Analysieren (Wozu soll die Seite dienen ? Was will ich vermitteln?, was soll ich damit erreichen?)


    - welche Mittel stehen mir zur Verfügung - (Material, Zeit, Geld, Rechte)



    - Marketing Analyse (Konkurrenz, Zielgruppe)


    - CD falls verfügbar - sonst CD Richtlinien
    erstellen (Fonts, Farben, Vorgaben, Logos)

    - Sitestruktur definieren(Frames/Ebenen/Bibliotheken)


    - Konzept festlegen [Symbolik, Metaphern, Elemente, Dynamik, Statik] (die Phase der Grundvorstellung...)


    - Layout skizzieren, zeichnen, malen... (Handarbeit!)


    - Grobes Layout entwerfen (z.B. im ImageStyler oder LiveMotion) {...eigentlich das was Du so treffend beschreibst}


    - erste Meinungen (Kollegen, Freunde, Familie) sammeln...


    - Ändern, Ausprobieren, Überdenken


    - richtiges Layout angehen (Photoshop, Illustrator, Freehand, Fireworks, ImageReady)


    - Sitestruktur erstellen (Dreamweaver)


    - alles besprechen mit den Beteiligten


    - Dokumentieren (auch die stilistischen Fehler)


    nun kann die richtige Arbeit beginnen...


    (Bildelemente erstellen, Logos, Butoons, Navigation usw. ; Styles definieren, Scripting schreiben oder übernehmen, Inhalte
    implementieren, Animationen erstellen uwa. [Gifs, Flash, Shokwave] ,Formulare, Features und Seiten testen, Links überprüfen...debugging...etc.etc. )


    (Photoshop, Illustrator, Freehand, Fireworks, ImageReady, Flash, Director, Dreamweaver, HomeSite, GoLive Testplatformen, Tools ...)




    und man kann nur noch hoffen dass es vielleicht eine gute Site wird ...


    eine interessante Sichtweise über all diese Webdesigner Sachen und das Leben als solcher kann man bei :http://www.gismo.netsurf.at/index800.htm Gismo lesen - im Navigationsmenü unter "Jokes-Stories" und dann in der drittletzten Box rechts mit dem Titel: "Traumberuf WebDesigner" INFOSEITE klicken... ;)


    vielleicht ist ja der von mir beschriebene Weg doch nicht der richtige, etwas mehr Licht im Dunkel wäre nötig !

  • ja so wies du beschrieben hast ist es eigentlich schon der logischste weg ... aber was bei mir anders is dass ich bei mir zu erst der grafische teil kommt und dann die definierung der site sich automatisch während der grafik arbeit ergibt ... ich will mich nämlich nich durch das html (frames) schon im voraus einschränken und versuch dann die durch ein unter umständen kompliziertes design entstandenen schwierigkeiten best möglich in html umzusetzen was auch ne gewisse herausforderung bring. ich denk das entscheidet sich auch immer danach was einem besser gefällt - das coden oder gfx


    so fällt auch die seite in ein bestimmtes muster (vielleicht lieg ich da falsch) aber nehmen wir z.b. äähh ein design wie http://www.cnet.com, das beispiel is jetzt nich so gut weil die leute eine sehr schnell ladende seite brauchen, aber ich denke so geht ein coder ans werk er programmiert seine seite und integriert in das bestehende html design ein paar grafiken, die nur akzente zum html geben sollen. und ausserdem ist es für einen coder das ziel die ladezeiten absolut zu minimieren, wobei grafiken natürlich den kürzeren ziehen.


    wenn man sich nun eine seite wie http://www.pixel-industries.com anschaut dann sieht das schon anders aus: im mittelpunkt steht die grafik und html wird nur als "träger" dafür angesehen und längere ladezeiten werden wegen eines guten designs auch geduldet.


    ich denke so gibt es nun zwei unterschiedliche richtungen in die eine homepage tendiert.


    ein problem ensteht aus meiner methode dann halt: da ich mich einschränken will fehlt mir auch das grafische relaunch einer seite schwer weil durch den bereits gegebenen stil ich wieder rum eingeschränkt werd und kann mich nich mit dem stil anpassen.


    ach ich hab noch was - zu dem artikel von gizmo:


    steckt einiges wahres dahinter (vorallem das mit dem eigenständig oder angestellt sein :) aber eins stimmt nich: die anforderungen die an einen webdesigner gestellt werden:


    man braucht eigentlich nur gute kenntnisse in dreamweaver, einem guten grafik programm wie photoshop, paintshop oder corel (wobei eins davon reicht) und man sollte man html und die scripte verstehen um fehler zu erkennen und auszubessern. so das sind die grundlagen.
    weitergehend sollte man nun kenntnisse zu datenbanken haben (was ich noch nicht hab :) und wenn man sich im flash auskennt is man auch gut weg.


    tja und das wichtige ist halt die übung je mehr projekte man gemacht hat desto mehr erfahrungen hat man gesammelt.


    aber man braucht keine 10 programme blind bedienen können um was gescheites hin zu bekommen.


    ich hab für unsere firmenseite z.b. nur dreamweaver 3 und paintshop pro 7 und flash gebraucht: http://www.nswd.de (kleine schleichwerbung so nebenbei :)


    gruß


    julian

  • hmmmmm..


    Jetzt bin ich nun hier der Board-Moderator und bin nicht ganz so fixiert auf bestimmt Vorgehensweisen oder ähnliches...
    Mit machen die Kundengespräche eigentlich am Meisten Spass.


    Für meine paar Projekte habe ich folgende Vorgehensweise:



    - Ich versuche am Anfang der Entwicklung mit dem Kunden über das Ziel seiner Investition in eine Webseite.


    - danach erfolgt ein Layout an den Richtlinien für seine coporate identity, dem Gespräch über die Ausrichtung der Seite,
    [Dazu benutze ich hauptsächlich Fireworks)
    einen Teil meiner Layouts lasse ich erstellen) Da mir manchmal der kreative Part fehlt.]


    usw ... usw... ( ist mir leider jetzt etwas zuviel)


    Ich muß sagen ich finde Eure Meinungen und Ansätze sehr interessant.


    an Julian: Gehr mit ähnlich zu versuchen das beste aus einem Layout rauszuholen


    Aber ich studiere ja auch BWL und kein Screendesign oder ähnliches...
    Gizmos Artikel werde ich mir wohl auch nochmal zum Gemüte führen.


    Ich wollte aber nochmal loswerden, dass mich genau diese Threads sehr erfreuen, den es gibt leider im deutschen Web kaum solche Boards, wo man sich in dieser Art und Weise über solche Dinge austauschen kann.


    Vielen Dank für Eure Treue


    Robert


    [Edited by Robert on 02-15-2001 at 11:30 PM GMT]

    Das "Traum-Projekt" in 2001 gegründet und Ende 2016 in die Hände von Geronimo gegeben.

    "Es war eine geile und lehrreiche Zeit, die mein Leben nachhaltig verändert hat"

  • Ja muss sagen das forum is echt klasse.


    ja das mit den kundengesprächen is so ne sache da bin ich nich gerade der beste drin :)


    was mich dann vorallem nervt ist wenn die kunden überhaupt kein verständnis für design haben. es werden einem beispiele gezeigt die höchstens ansatzweise etwas mit screendesign zu tun haben. es soll alles groß, grell und überdeutlich zu lesen sein. stellt euch vor ihr macht ne site mit knall rotem hintergrund und schreibt mit arial größe 40 in grüner schrift drauf: !WILLKOMMEN IN UNSERER INTERNETSEITE!
    :) - naja das wär jetzt ein extremes beispiel, aber kommt durchaus vor. aber unser job ist es halt dann diesen gedanken des "schnellen informationflusses" in ein gescheites deseign umzusetzen. das problem dabei ist halt daß große deutliche und somit oft auch "bullige" elemente einen schlechten stil kennzeichnen (zumindest finde ich das so). es sollte meiner meinung nach eher fein und dezent sein um eine gewisse futuristik zu vermitteln. aber vielleicht liegt das auch dran dass ich ein vernarrter sf-fan bin :)


    ok, das problem mit dem "bulligen" kommt manchmal noch viel stärker zum zug wenn es heißt "neues design vs. firmen logo" - tja da hab ich noch kein richtiges erfolgsrezept gefunden das bestehende logo in ein design "übergangslos" einzubetten.


    naja - ach ich wollt noch was dazu sagen wie man ein webdesigner wird:


    den besten einstieg findet man indem man sich einfach vornimmt eine internetseite zu erstellen, sei es die eigene oder mit ein paar kumpels zusammen, dann zieht man sich ein zeichenprog und den dreamweavi und beginnt damit rumzuspielen einfach mal alle funktionen ausprobiern und kucken was passiert ... ich denk zumindest beim zeichenprog kann man da nich viel kaputt machen - ohne sinn einfach irgendwelche unsinnige grafiken erstellen - so lernt man die funktionen des programms schnell kennen ... so dann holt man sich self_html und kann dann immer mal nachlesen falls man etwas nich checkt - oder man fragt einfach hier :) wenn man dann seine erste seite fertig hat, hatman schon einen gewissen überblick darüber was man machen muss um eine seite zu erstellen. jetzt sollte man aber nich auf der seite sitzen bleiben sondern ständig neue sachen ausprobieren und seinen horizont erweitern. gehört natürlich enthusiasmus dazu. so und nebenher sollte man sich andere projekte anschaun und seine ziele hoch stecken und denken so gut will auch mal werden. tja hehe das klingt jetzt ziemlich verpsycht aber es wirkt :)


    ihr kennt (kanntet) vielleich http://www.screamdesign.com (die haben jetzt die ganze seite auf memberpflichtig umgestellt) - dort gab es ein screaming site of the week contest - man konnte sich da immer inspirationen holen und für anfänger ist das auch super da man da gut lernen kann was ein gutes design ausmacht. ich denk so was sollten wir auch machen im "showroom"-topic - aber vielleicht bauen die webmaster so etwas auch in die seite später mal ein - so dass jemand eine site vorschlägt - die webmaster überprüfens und steht dann zum voting zu verfügung... ;) tja egal muss nich unbedingt sein showroom reicht auch aus...


    ahh jetzt sollt ich mal schluss machen


    also,


    gruß


    julian

  • Hi Julian, ich kann mich Deinen Erfahrungen
    und Meinungen nur anschließen - wie Du sagst der beste Einstieg ist das Machen, Progs ausprobieren, Schwierigkeiten überwinden, lernen zu kommunizieren (fragen und antworten) und sich Ziele setzen...


    Nur theoretisch Fahrradfahren ist nicht Fahrradfahren können...


    (...)


    Das mit den Kunden verstehe ich vollkommen,
    der allgemeine WebDesign Kunde sieht meistens
    so aus:


    - keine Ahnung von der Materie
    - kein Geschmack (weil keine ästhetische Erziehung vorhanden ist)
    - möchte alles wie in seiner Firmenbroschüre
    - skeptisch
    - vorlaut
    - blind
    - nicht begeisterungsfähig
    - surft mit dem Explorer 3.0
    - kann kein PlugIn installieren
    - hat nur ein Modem
    - will alles haben was auch seine Mitbewerber haben und alles was seine Kumpels haben und auch noch das was seine
    Freundin/Sekretärin meint dass er haben muss...
    - ändert bei jeder Besprechung seine Meinung
    und erinnert sich nicht mehr an das was er am Anfang haben wollte
    -
    und schließlich möchte er am liebsten alles kostenlos...


    (...na ja diese Liste könnte unendlich weitergehen)


    Was sollten wir erreichen:


    - der Kunde muss zu uns wie zum Arzt kommen -
    d.h. er braucht UNS und nicht wir ihn !


    - weil er uns vertraut, weil er weis, wir sind die Profis und erzeugen genau das was er benötigt für seine Zielgruppe...


    - weil wir ihm klarmachen und beweisen können - dass nur wir wissen wie er durch seine neue Internet Präsenz seinen Umsatz vermehren kann...


    - weil wir im Möglichkeiten eröffnen die er nie für möglich gehalten hat: Ästhetik, Dynamik, Komfort und Technologie...


    - weil wir Professionalität zeigen:
    im Gespräch, im Empfang, am Telefon, im Schriftverkehr, in der Kommunikation und Information


    - das Produkt das wir liefern ist perfekt auf den Kunden zugeschnitten und er kann den Nutzen visualisieren und wahrnehmen - dann wird er sich öffnen und finanzieren...


    und wenn wir ihm vermitteln das wir ihn nicht brauchen sondern er uns ... dann sind wir frei !


    Was bedeutet Frei?
    Frei zu experimentieren, frei im Typo, frei in der Farbe, frei in der Metapher - frei in unserer künstlerischen und technologischer Handlung...


    Ist das leicht ??


    (...)


    die Idee mit dem Inspirations-Stoff im Showroom-Topic finde ich super - was soll ich da sagen - liegt nur an uns und an der Umgangsweise mit und in diesem Forum - ! (bis jetzt ist das wirklich traumhaft !!!)


    Dank Traum-Team erhalten wir eine Plattform,
    ein Konzept und eine Vision...


    (...)


    und nicht zuallerletzt...
    !!!! Gratulation für Deine/Eure Firmenseite:
    http://www.nswd.de


    sehr gelungen, mach weiter so - zum Fahrradfahren braucht man auch ein "bisschen" Talent... ;-)
    nicht nur Tools!