Aus GbR eine Mini GmbH machen?

  • Hallo, ich bin neu hier und über die Google Suche auf dieses Forum gestossen - und ich habe gleich eine Frage:


    Ich betreibe heute gemeinsam mit einem Geschäftspartner eine GBR zum Betrieb einer online-Community rund um die Fotografie.


    Nun würde ich gerne (um das Risiko der stetig wachsenden Community zu reduzieren) unsere Geschäftsform in eine mini GmbH umwandeln.


    1.) Ab wann macht das Sinn
    2.) Wie macht man das in der Praxis?


  • Nun würde ich gerne (um das Risiko der stetig wachsenden Community zu reduzieren) unsere Geschäftsform in eine mini GmbH umwandeln.


    Welches Risiko glaubst du denn so reduzieren zu können?


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  • Das ist ja genau der Teil 1 meiner Frage:


    1.) Ab wann macht das Sinn
    2.) Wie macht man das in der Praxis?


    Eine mini-gmbh ist ja nun im Gegensatz zur GBR (Haftung mit privat-Kapital) wie der Name schon sagt von der Haftung her BESCHRÄNKT auf die Einlage des Eigenkapitals. Ich möchte halt das Risiko des Betriebes minimieren. Wohl der Grund, warum die mini GmbH eingeführt wurde - in der Vergangenheit haben viele aus Mangel an Kapital (Grundeinlage GmbH) eine "Limited" in UK eröffnet (geringe Kapitaleinlage, aber Haftungsbeschränkung).


    Hat niemand damit Erfahrung? Sorry, ich hatte das Gefühl beim ersten Lesen, hier auf Profis zu treffen...

  • Nunja, es haldelt sich wie gesagt um eine Online-Community. Ich möchte beispielsweise verhindern, dass wir von einem verrückten Anwalt auf einen fiktiven Schadenersatz verklagt werden (wirklich nur ein Beispiel).


    Ich möchte eben schlichtweg mein Privatkapital absichern - so sinngemäss dass eben nur maximal die Firma vor die Hunde gehen kann, nicht aber mein Auto oder so...

  • Na Du wirst doch als Privatperson eine Rechtschutzversicherung besitzen, so kannst Du es ja drauf ankommen lassen.
    Bei einer GmbH behaupte ich jetzt mal greift Deine private bestimmt nicht mehr und benötigst bestimmt eine für das Unternehmen.

  • Die Haftungsbeschränkung ist schön und gut, aber siehst du denn wirkliche Gefahren in deinem Geschäft, dass du dich diesem Mehraufwand (im Gegensatz zur GbR) stellen möchtest? Macht es wirklich Sinn, oder wäre eine Rechtsschutzversicherung für jeden Gesellschafter der GbR für 30€ im Monat sinnvoller?
    GmbH würde bedeuten:
    - Mehr Zeitaufwand für Verwaltung
    - Mehr Kosten bspw. durch Notar
    - Geringere Bonität


    Also ich würde das wirklich mal genau überdenken und vor allem euer reales Risiko abschätzen!

  • Das ist ja genau der Teil 1 meiner Frage:


    Ach so, ich konnte das aus "Ab wann macht das Sinn" nicht heraus rätseln ...


    Zitat

    Eine mini-gmbh ist ja nun im Gegensatz zur GBR (Haftung mit privat-Kapital) wie der Name schon sagt von der Haftung her BESCHRÄNKT auf die Einlage des Eigenkapitals. (...)


    Aber eben nicht in jedem Fall. Auch bei GMBHs gibt es die sog. 'Durchgriffshaftung' gegen Gesellschafter.


    Der Glaube, sich gegen Fahrlässigkeiten oder gar Vorsatz durch die Wahl einer Gesellschaftsform absichern zu können, ist ein Irrglaube - egal ob es sich um 'alte' GmbHs handelt, um '1-Euro-GmbHs' oder um Ltds.


    Zitat

    Hat niemand damit Erfahrung? Sorry, ich hatte das Gefühl beim ersten Lesen, hier auf Profis zu treffen...


    Das hier ist ein Hilfe-Forum, in dem viele Selbstständige dazu bereit sind, anderen Selbstständigen oder solchen die es werden wollen, mit ihren Erfahrungen zu helfen. In ihrer Freizeit und natürlich unbezahlt - daher auch nicht 'professionell' (also berufsmäßig).


    Wenn du jemanden suchst, der dir berufsmäßig (und möglichst zack-zack) einen Rat geben kann, solltest du einen Anwalt aufsuchen. Der darf dir dann auch rechstverbindlich Auskunft geben, berechnet dir das natürlich entsprechend.


    Na Du wirst doch als Privatperson eine Rechtschutzversicherung besitzen, so kannst Du es ja drauf ankommen lassen.


    Das sollte er dringend unterlassen, keine private RSV haftet bei Schäden oder Rechtsstreitigkeiten aus gewerblichem Handeln.


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  • Ahh, okay, okay, danke schonmal für die Erklärung!!


    Vor allen Dingen geht es mir um eine Situation, wie sie im Web schonmal vorkommen kann (Situation vollkommen an den Haaren herbeigezogen, wäre aber u.U. möglich):


    Ein Nutzer stellt ein Bild ein, und verletzt damit das Urheberrecht eines anderen.
    Der Anwalt das "Besitzers" des Bildes klagt gegen uns als Forenbetreiber auf Schadenersatz in Höhe von 10.000,- - damit wären wir defacto schlichtweg pleite - und mehr als das: Um den Anwalt und den "Schadenersatz" zu tragen, müssten wir ans Privatvermögen.


    Anderes Beispiel: Ein findiger Anwalt findet einen Fehler in unseren AGBs (durch GEsetzesändeurng oder Fahrlässigkeit unsererseits) und verklagt uns auf weissnichtwas (kommt ja gerne mal vor) - der Schaden würde uns ruinieren können in der GBR.


    Solche Dinge sind übrigens auch von keiner Rechtschutzversicherung abgedeckt - hatte grad ein Gespräch mit der ARAG, die solche "Abmahnungen" definitiv ausklammern.


    PS: Wo gibt es denn eine Rechtschutzversicherung für 30,- pro Gesellschafter? Da wäre ich ja sofort dabei!

  • Na Du wirst doch als Privatperson eine Rechtschutzversicherung besitzen, so kannst Du es ja drauf ankommen lassen.


    Aha. Und wenn die Versicherung das rausbekommt, das Geld zurück verlangt und ihrerseits Anzeige wegen Versicherungsbetrug stellt? :confused: Der Tip ist mal sowas von daneben... :eek: :mad:


  • Ich möchte eben schlichtweg mein Privatkapital absichern - so sinngemäss dass eben nur maximal die Firma vor die Hunde gehen kann, nicht aber mein Auto oder so...


    Das sind schon mal die besten und vertrauensvollen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäft. Sorry, aber wenn eine Haftungsbeschränkung, dann sollte auch was im "Pott" sein. Nicht bös gemeint.