Ab wann rechnet sich ein (eigener) Server?

  • Moin Moin,


    ich habe die Regeln überflogen und die Suche benutzt, aber noch nichts passendes gefunden, ich hoffe hier passt es :)


    Und zwar stelle ich mir seit geraumer Zeit die Frage ab wann ein eigener Server sich rechnet? Hat da vielleicht jemand Erfahrung und kann ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern?


    Ich bin eigentlich nicht sooo sehr Technik-begabt, zumindest wenn es um Server geht. Bloss als ich die Rechnung sah (Jahresabrechnung), kommt es mir doch ziemlich viel vor (149,99 €).


    Wäre es nicht z.B. denkbar einen Server zu bestellen (gibt es ja auch gebraucht) und den an meine eigene Interleitung zu hängen?


    Oder den Server eben in einem Rechenzentrum aufzustellen und dann nur die Stromkosten bezahlen zu müssen?


    Ihr seht, ich habe viele Fragen aber wenig Antworten - vielleicht ist das Webhosting-Paket ja sogar noch am günstigsten, auch wenn es ja eigentlich heißt das kaufen immer billiger als mieten ist?


    Ich würde mich über zahlreiche Antworten freuen!


    LG analyst

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas ()

  • Für was ist denn die Jahresabrechnung gewesen? Webhosting oder Mietserver/vServer/SaaS ?


    Ein eigener Server lohnt sich eigentlich erst dann, wenn du entweder hohe Datenmengen oder hohe Serverlasten hast - z.B. durch aufwändige und gut besuchte Onlineshops.
    Und dann lohnt sich das Unterbringen eigener Hardware eigentlich nur eher selten, und wenn, dann nur in Rechenzentren.


    Eventuell unterschätzt du ein wenig, was zum Hosting von Serverdiensten so alles dazugehört ;)
    Du brauchst einmal die Hardware, die für 24/7-Betrieb ausgelegt sein sollte. Der Server sollte sinnvollerweise an einer USV angeschlossen sein, damit du bei kleineren Stromausfällen oder Spannungsschwankungen nicht sofort offline bist. Dann muss der Server aus dem Internet erreichbar sein - es braucht also da wenigstens eine statische IP-Adresse und einen vernünftigen Router. Letzterer sollte natürlich ebenfalls an der USV angeschlossen sein. Dann bleibt noch die Bandbreite: Die Upload-Bandbreite ist das Entscheidende und da bekommst du selten mehr als 20 MBit/s - das funktioniert auch bei den Kabelanbietern nur irgendwann nachts, wenn die Nachbarn die am selben Kabelstrang hängen gerade nicht surfen oder telefonieren.
    Zuletzt ist da noch die spannende Frage der Verfügbarkeit: Denn wenn da mal der Baggerfahrer das Kabel aushebt, bist du im schlimmsten Fall tagelang offline - und das ist dem Internetanbieter mehr oder weniger egal ;)
    Und: Wenn da mal was kaputtgeht (insbesondere Festplatten haben da ohne Klimatisierung eher eine Lebenserwartung von weniger als zwei Jahren) musst du erstmal losstiefeln und Ersatz kaufen.


    Oben drauf kommen natürlich noch die Kosten für Strom, Anbindung und Domains...
    Unterm Strich bist du da mit dem, was du jetzt hast mit hoher Wahrscheinlichkeit günstiger dran.
    Denn Serverhousing (also eigenen Server ins RZ tragen) beginnt auch i.d.R. erst so ab 35 € / Monat, zusätzlich zu der Hardware die du kaufen und pflegen musst und dem Stromverbrauch. Und gerade bei alten und günstigen Servern kannst du mit 200W Leerlauf kalkulieren ;)

    "Beißen ist wie küssen. Nur dass einer gewinnt!"
    - TARDIS

  • Mit nem Raspberry Pi kann man eine Server für unter 40€ betreiben.


    Was willst du mit dem Server bewerkstelligen?

  • Moin Moin,


    Ich bin eigentlich nicht sooo sehr Technik-begabt, zumindest wenn es um Server geht. Bloss als ich die Rechnung sah (Jahresabrechnung), kommt es mir doch ziemlich viel vor (149,99 €).


    Bei einem eigenen Server als Internetserver musst Du mindestens folgende Aufgaben selbst erledigen:
    (Kein Anspruch auf Vollständigkeit und je nach Anwendung kann auch etwas wegfallen)


    - Regelmäßig Backups machen
    - Mind. wöchentlich auf Sicherheitsupdates achten und gegebenenfalls sofort einspielen.
    - Regelmäßig die anderen Updates installieren
    - Selbst konfigurieren (Apache, Mailserver, FTP, Firewall, SSH, SSL-Keys, usw. )
    - Immer mal wieder auftretende DNS und andere Probleme lösen
    - Regelmäßig (alle 2-3 Tage) Logfiles anschauen und auf evtl. dabei entedeckte Hackerangriffe reagieren. Gibt Tools die dabei helfen, muss man sich aber auch zuerst mal einarbeiten)

  • Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, wofür du, wenn du selbst sagst, dass du nicht so technisch versiert bist, einen Server benötigst. Kannst du das vielleicht nochmal erklären?