Riesen Bockmist gebaut Kleinunternehmer Umsatzgrenzen überschritten

  • Mache ich im Prinzip genauso. Nur daß ich es dann noch in Easy Cash & Tax eintrage, sobald der Kunde bezahlt, damit ich das nicht jedes Quartal per Hand zusammenrechnen muss und sich die USt-Va und die EÜR quasi selbst erstellt ;)

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    Ich nutze Excel sehr gerne, aber der Einsatz zu Buchführungszwecken geht nur noch für Nebenrechnungen. Das heißt auch nicht, dass Buchführung nur noch vom Steuerberater geht, aber ein richtiges Buchführungsprogramm ist gefordert.

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    Diesen Anspruch auf Revisionssicherheit verstehe ich zwar theoretisch seitens des Finanzamts. Praktisch ist es aber so, dass dies eine fast unüberwindbare Hürde für einen kleinen Unternehmer oder Firma darstellt. Technisch umsetzbar wäre das nämlich nur wenn man alle Daten automatisch ohne eigene Einflussmöglichkeit in einen "Cloud" Speicher eines Drittanbieters wie der Datev ablegen würde.


    Sobald ich ein Buchhaltugnsprogramm auf meinem Rechner installiert habe, oder eine Datenbank bei einem Internet Hoster nutze könnte ich die Daten jederzeit abändern. Genau so wie in Excel.

    Ich kann auch PDFs nachträglich abändern, oder von mir aus auch gedruckte Rechnungen einscannen und verändert neu ausdrucken. Wirklich Revisionssicher ist nichts davon.

  • Diesen Anspruch auf Revisionssicherheit verstehe ich zwar theoretisch seitens des Finanzamts. Praktisch ist es aber so, dass dies eine fast unüberwindbare Hürde für einen kleinen Unternehmer oder Firma darstellt. Technisch umsetzbar wäre das nämlich nur wenn man alle Daten automatisch ohne eigene Einflussmöglichkeit in einen "Cloud" Speicher eines Drittanbieters wie der Datev ablegen würde.

    Das Finanzamt hat nur Eckfahnen abgesteckt. Es hält sich mit konkreten Aussagen zurück und formuliert sinngemäß, dass die erforderlichen Aufzeichnungen auch dem Unternehmen angemessen sein müssen.


    Was das Thema Fälschungssicherheit von Daten bei vorhandenen Adminrechten angeht, hast Du völlig recht. Letztlich sind alle Daten fälschbar, wie die Hitler-Tagebücher und die Bilanzen von FlowTex bewiesen. Es geht nicht um das ob überhaupt, sondern nur um den Aufwand und die erforderlichen Beteiligten.


    Das hat die Finanzverwaltung aber noch nicht begriffen. So soll die Ablage von Dateien im Dateisystem angeblich nicht genügen. Lexware z. B. springt gerne auf den Zug auf und will damit sein DMS verkaufen.


    Ich sage zur Dokumentation im Windows-Dateisystem: Rechte Maustaste - Eigenschaften - Allgemein. Da steht: Erstellt,geändert,letzter Zugriff.

    Die Unveränderbarkeit wird ebenso dokumentiert durch zyklische Backups, am besten auf einem gebrannten Datenträger.

    Auch bei der Cloudlösung muss es nicht die Datev sein. Auch Owncloud führt eine Dateihistorie und ist auch als extern gehostete Lösung kostenlos verfügbar.

    Letztlich wird die Richtigkeit der gespeicherten Daten auch durch diverse andere Beweismittel außerhalb des Dateisystems bewiesen.


    Aber wie gesagt, es gibt auch interessierte Anbieter, die natürlich eine andere Auffassung vertreten. Für ungeeignet halte ich allerdings jede Buchführung mit einer.


    Schlimmstenfalls ist die Fibu aber nicht ordnungsmäßig. Das ist nicht strafbar, wird vom Finanzamt aber gerne als Startpunkt für eine Zuschätzung genommen.

    Dagegen kann man argumentieren.