Einstieg als Grafiker?

  • Hey Leute,


    seit Jahren beschäftige ich mich nun schon privat mit Bildbearbeitung. Daher habe ich mir überlegt sowas vielleicht mal beruflich zu machen.

    Im Internet gibt es da diverse Möglichkeiten von Fernstudium bis Weiterbildung. Aber was braucht man wirklich und wie bekommt man

    einen schnellen Berufseinstieg?

    Die Schwächsten sind der Maßstab für die Gerechtigkeit.

  • Hm, ich kann mit dem Begriff Bildbearbeitung auch nicht wirklich was anfangen.

    Es gibt da viele viele verschiedene Sparten und Möglichkeiten, auch was z.B. ein Fernstudium angeht.

    In welche Richtung nutzt du denn entsprechende Programme und was bearbeitest du im Regelfall?

    Ansonsten würde ich einfach in den entsprechenden Bereichen mal Praktika machen.

    Dadurch merkst du was dir liegt und kriegst direkt einen Einblick ins Berufsleben.

    Sonst kannst du eben ein Fernstudium versuchen (z.B. hier: http://www.sgd.de/hobby.php)

    Da bekommst du bessere Einblicke in die Möglichkeiten.

    Aber vor einem Fernstudium würde ich glaube ich erst mal ein Praktikum machen.

    Viel Glück auf jeden Fall wünsche ich!

  • Im Internet gibt es da diverse Möglichkeiten von Fernstudium bis Weiterbildung. Aber was braucht man wirklich und wie bekommt man einen schnellen Berufseinstieg?


    Einen schnellen gar nicht. Es ist ein himmelweiter Unterschied "Bildbearbeitung" als Hobby zu machen oder das als Beruf jeden Tag zu tun. Es gibt tatsächlich Grafiker, die nichts anderes machen als Bildbearbeitung, denn das ist nur ein sehr kleiner Teil dessen, was ein professioneller Grafiker können muss, aber die sind entweder sehr frustriert davon, weil sie zum Beispiel Tausende Produktfotos unter Zeitdruck bearbeiten und aufbereiten müssen, das ist Fließbandarbeit. Oder sie sind sehr erfahren und sehr spezialisiert, etwa auf Post Production und high-end-Retuschen.


    Was im Internet an "Fernstudien" angeboten wird (etwa von Anbietern, bei denen man auch "Feng Shui Berater" werden kann), ist in der Praxis leider wertlos. Der Einstieg erfolgt entweder über ein Präsenzstudium – der ständige Austausch mit anderen, Dozenten wie Mitstudierenden ist bei einem solchen Studium unerlässlich, oder über eine Ausbildung, z.B. als Mediengestalter. Notfalls noch über eine schulische Ausbildung, wobei inzwischen ein Überangebot an hoffnungsfrohen jungen Kommunikations-, Grafik- etc. Designern besteht, die dann anschließend auf Jobsuche gehen.


    Und Weiterbildung bedeutet immer, dass auf einer Grundlage aufgebaut werden kann. Und Hobby ist leider keine Grundlage.


    copy

  • Copy hat es sehr hart ausgedrückt, entspricht aber der Realität. Wenn man diesen Berufsweg einschlägt ist eine richtiges Präsenzstudium unerlässlich. Kurse zum Mediengestalter oder sonstige Angebote (Fernstudium) haben aus meiner Sicht keine Qualität und kommen kaum über das Niveau eines Amateurs hinaus. Im Studium trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.


    Zum einen gibt es die viel reden aber keine Kreativität aufs Papier bringen. Ich hatte Kommilitonen die auf das Gerede solcher verzichtet haben und lieber die Gesellschaft von uns Maschinenbauern, Elektrotechnikern und Chemiker gesucht haben.

    Nur eine Handvoll hat den Abschluss mit hervorragenden Arbeiten auf den Tisch gelegt.


    Leider kommt anschließend oft die große Ernüchterung, da der Jobmarkt bereits gesätigt ist. Die Gehälter in einer Agentur oder die Einnahmen als Freelancer sind ebenfalls nicht berauschend und reichen nicht um sich in der Zukunft eine gesicherte Existenz aufzubauen.