Shop in Shop

  • Hallo bitte nicht schlagen, wenn dieses Thema schon behandelt wurde. ( Finde nichts )


    ich würde gerne einen Woocommerce Shop erstellen. Ich werden keine eigenen Produkte verkaufen, die einzelnen Händler haben hier bei uns auf der Einkaufsstraße „reale“ Läden

    und möchten über meine Plattform ihre Produkte verkaufen.


    Die Ladenbesitzer bekommen einen eigenen Shop Bereich auf meiner Seite und können ihre Produkte einstellen, editieren usw. Beim Verkauf der Produkte bekomme ich dann eine vereinbarte Provision. Der Zahlungsverkehr mit dem Endkunden läuft über mich (versandt über den Händler) und ich leite dann die Zahlungen abzüglich einer Provision an die Händler weiter.

    Meine Frage:

    Hat jemand eine Idee, ob das Woocommerce plugin WooCommerce Germanized als Absicherung reicht?

    In der Außenansicht müsste ich dann ja als normaler Shop behandelt werden und demnach sollte das ausreichen, oder aber jeder Shop muss eigene AGB´s haben und Rechtshinweise.

    Eine andere Frage.


    Wenn ich Geschäfte, Kneipen etc. in eine art City Verzeichnis aufnehmen möchte, braucht man da die Erlaubnis der Läden oder geht das ohne, weil man ja Daten nutzt die schon öffentlich sind. Jedes Stadtverzeichnis hat ja einen Button mit dem der Besitzer des Laden diesen Eintrag beanspruchen kann.

    Vielen Dank im voraus

  • Hallo,

    zu Woocommerce kann ich nichts sagen.

    Wenn der Shop, wie du es ausgedrückt hast, nach außen ein normaler Shop sein soll, bist du der alleinige Ansprechpartner für den Kunden (mit allen rechtlichen Pflichten). Bei einem Widerruf oder im Garantie, Gewährleistungsfall kannst du nicht die Verantwortung auf den jeweiligen Ladenbesitzer abwälzen. D.h. du musst alle Fehler des Ladenbesitzers ausbaden, wie z.B. unsachgemäß verpackt, zu späte Lieferung etc.

    Wenn Shops im Shop, mit jeweils eigenen AGB und Widerrufsbelehrungen, könnte ich mir vorstellen, dass die Sache arg komplex wird. Stell dir vor ich bestelle 5 Artikel und die kommen auch noch aus 5 Läden. Ich glaube nicht, dass ich 5 AGB durchlese und bestelle. Abbruchquote wird bei 99% liegen.

  • Hallo und Danke ,


    ich habe mich vielleicht etwas wirr ausgedrückt.

    Mann muss sich das so vorstellen, es gibt einen gesamt Shop in dem alle Produkte sichtbar sind, eingestellt sollen sie vom jeweiligen Ladenbesitzer werden, der auch auf meiner Seite einen Adminbereich hat, wo er Produkte einstellt usw...........auch hat er einen eigenen "Shop" ( auf meiner Seite ) in den man seine Produkte sieht.


    Also so wie ein Schaufenster in einem Einkaufszentrum, da sieht man auf meiner Seite alle Shops, das heißt der Kunde klickt den Shop A an und legt ein Produkt in seinen Warenkorb, sucht weiter auf meiner Seite und findet ein Produkt vom Shop B legt auch dieses in den Warenkorb. Im Warenkorb sind 2 Produkte von verschieden Shops, jetzt geht der Kunde zur Kasse und kauft , beide Bestellungen landen bei mir und der jeweilige Shop bekommt auch eine Mail das er was verkauft hat. Der Endkunde überweist den gesamt Betrag an mich, ich leite das Geld abzüglich einer Provision an den jeweiligen Shop weiter, der versendet die Ware in seinem Namen. Im Warenkorb steht jeweils hinter dem Produkt "Verkauft durch " Shop A usw.......


    Eigentlich bin ich ein Einkaufszentrum und vermiete Ladenlokale, mit einer Zentralkasse. Jeder Shop kann auf "seiner" Seite , seine Bedingungen hinterlegen, also Lieferzeit , Versandkosten etc..........


    Jetzt ist es hoffentlich etwas deutlicher.....


    Grüße

  • Der Endkunde überweist den gesamt Betrag an mich, ich leite das Geld abzüglich einer Provision an den jeweiligen Shop weiter, der versendet die Ware in seinem Namen. Im Warenkorb steht jeweils hinter dem Produkt "Verkauft durch " Shop A usw.......

    Wenn ich das Geld an Dich überweise, wirst du aus meiner Sicht Vertragspartner und nicht der Laden A oder B. Wie auch immer würde ich so eine Konstelation dringend durch einen Fachmann, Anwalt abklären lassen.
    By the way: Die Leute sind durch sog. Fake Angebote (ich sag nur Amazon) vorgewarnt. Ich würde niemals an ein anderes Bankkonto überweisen!

  • Hallo,


    danke für die Antwort.....der Anwalt meinte.


    """"""

    wenn Sie nach außen auch als Verkäufer auftreten, die Kaufverträge also direkt zwischen Ihnen und den Käufern zustande kommen. Dies wäre dann wohl ein klassisches Kommissionsmodell. (reichen Standardtexte )

    Wenn Sie aber lediglich die Plattform zur Verfügung stellen möchten und die Verträge ausschließlich zwischen den Nutzern untereinander Zustandekommen sollen, bräuchten Sie hierfür individuelle Rechtstexte """""""


    Mal sehen, wollte aber noch weiter schauen.


    Vielen dank

  • Zitat

    Eigentlich bin ich ein Einkaufszentrum und vermiete Ladenlokale, mit einer Zentralkasse. Jeder Shop kann auf "seiner" Seite , seine Bedingungen hinterlegen, also Lieferzeit , Versandkosten etc..........

    Versandkosten? Hm. Wenn ich 3 Sachen aus 3 verschiedenen Läden bestelle zahle ich also 3x Versandkosten? .. würde ich wohl nicht machen ..

    Auch beim Kommissionsmodell greift m.E. das, was HMV oben gesagt hat - Du bist der Ansprechpartner der Kunden mit allen rechtlichen Pflichten. Das zweite Modell mit den Einzelverträgen halte ich für unpraktikabel gegenüber dem Kunden, aber für "sicherer", was Deine Pflichten angeht. Ob das dann aber noch über Dein Bankkonto laufen kann, weiß ich nicht.

  • Versandkosten? Hm. Wenn ich 3 Sachen aus 3 verschiedenen Läden bestelle zahle ich also 3x Versandkosten? .. würde ich wohl nicht machen ..

    Hallo,


    also erstmal Danke für den Input, wenn du dir deine Antwort durchliest fällt dir der Fehler bestimmt auf. Wie machst du das wenn du in 3 verschieden Shops bestellst und nur einmal Versandkosten zahlst?
    aber ich musste das leider schon machen, also 3 x Versandkosten zahlen, weil mein Hi-Fi Händler leider keine Röcke im Angebot hatte und ich so gezwungen war den Rock woanders zukaufen und naja ich musste obwohl ich beim Hi-Fi Händler einen CD Player plus Versand gekauft hatte, die Versandkosten für den Rock zahlen. Wollte ich zwar nicht, wollte aber beides haben. naja und dann noch die Reifen, aber lassen wir das............


    Nicht böse sein für den spitzen Kommentar, aber das Argument zieht nicht. Ging ja um was anderes hier .........


    Danke

  • Ich denke wildmieze meint, sie würde es nicht machen. Das geht in die gleiche Richtung wie die von His.Master's.Voice genannte hohe Abbruchquote.

    Das kann funktionieren, dann musst Du aber auch entsprechend "groß" / bekannt sein. Amazon und ebay machen ja auch nichts anderes.

    Bei Amazon kannst Du bei diversen Marketplace-Anbietern was bestellen, am Ende hast Du alles zusammen im Warenkorb und siehst dort auch jeweils die angeschlagenen Versandkosten pro Anbieter.

    Bei ebay kannst Du ja nur bei Drittanbieter kaufen und da läuft es auch ähnlich (alles in den Warenkorb, in der Übersicht siehst Du alle Artikel gruppiert nach den Händlern mit den jeweiligen Bedingungen).


    Woocommerce kenne ich nicht, aber da wirst Du wohl so etwas in die Richtung brauchen: https://www.wcvendors.com/

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Shop-System im Standard das leistet, was Du benötigst.


    Ich stimme aber meinen beiden Vorrednern zu, ich würde diese Fragen einem Anwalt stellen. Ich wundere mich aber ein bisschen, da Du einen Anwalt eh schon kontaktiert hast. Ich denke hier, in einem öffentlichen Forum, wirst Du keine Antworten bekommen die rechtssicherer sind als von einem Anwalt.

  • Vielen Dank für deine Antwort.


    Der Shop steht, funktioniert alles, (WC Vendors pro) automatische Berechnung der Provisionen, Versand etc.

    es ging mir eigentlich nur um die Absicherung für den deutschen markt um Abmahnungen zu verhindern. Habe jetzt ein Angebot von einem Anwalt über ca. 1000 € das liegt ja im rahmen, finde ich


    danke

  • Najo, Fehler würde ich das nicht nennen, aber aus dem Kontext gerissen klingt meine Antwort schon merkwürdig ;)
    Deine Beschreibung klang, als ob das wie ein Shop beworben werden würde. Da erwarte ich keine getrennten Versandkosten. Und wenn ich dann noch lese, daß die Läden alle "in echt" in einer Straße sind, habe ich die Vorstellung im Kopf, daß das auch zusammen versendet wird. Vielleicht bin ich zu alt für sowas.
    Sonst sehe bei Deinem Modell auch keinen großartigen Mehrwert zu "normalen" Einzelshops.

    Amazon hat aufgrund der Größe eine Sonderstellung und einen Vertrauensbonus, und selbst da bestelle ich nur sehr, sehr ungern über den Marktplatz und kaufe zu 99% Dinge, die Amazon zumindest selbst versendet. Daß ich dort 3 Sachen von 3 verschiedenen Händlern mit Versandkosten kaufe ist noch nie vorgekommen, da ist sehr schnell eine Schmerzgrenze erreicht, die nicht viel höher ist, als wenn ich in einem einzelnen Shop bestelle. Objektiv Unsinn, aber subjektiv sind empfundener Wert und tatsächlicher Wert oft unterschiedlich ..

  • Amazon hat aufgrund der Größe eine Sonderstellung und einen Vertrauensbonus, und selbst da bestelle ich nur sehr, sehr ungern über den Marktplatz und kaufe zu 99% Dinge, die Amazon zumindest selbst versendet.

    Aus diesem Grund haben wir vor einigen Jahren (wow, ist das lange her) http://www.nomarketplace.com aufgesetzt, eine Suchmaschine für Amazon, die Drittanbieter raus filtert.

    Aber ich will nicht nur Werbung machen, sondern auch ein bisschen Mut.

    Vor 9 Jahren, wo wir mit NoMarketPlace angefangen hatten, gab es im Internet sehr(!) viele Leute, die nichts von den Drittanbietern kaufen wollten. Man brauchte nur kurz suchen und man hatte schon etliche Foren mit entsprechenden Fragen.

    Mittlerweile hat sich das sehr gelegt. Kaum noch jemand beschwert sich über die Drittanbieter. Hier scheint Amazon alles richtig gemacht zu haben, denn die Leistungen der Drittanbieter sind nicht mehr so schlecht wie früher, es gibt also kaum noch Gründe (außer den subjektiven, die ich nachvollziehen kann). Es kommt wirklich darauf an, was für ein Gefühl der Kunde kriegt, der auf einer Shop-Seite Angebote von mehreren Anbietern findet.

  • Amazon hat aufgrund der Größe eine Sonderstellung und einen Vertrauensbonus, und selbst da bestelle ich nur sehr, sehr ungern über den Marktplatz und kaufe zu 99% Dinge, die Amazon zumindest selbst versendet.

    Ja, so geht's mir auch, der erste Klick ist immer der Haken bei „Prime“, denn so hat man schon mal nur noch Artikel, die entweder von Amazon direkt verkauft werden, oder wenigstens durch Amazon verschickt werden, nicht unbedingt weil ich anderen Händlern nicht traue, sondern weil ich die problemlose Abwicklung, den kostenlosen Versand und die garantierten Lieferzeiten schätze und die mir notfalls auch ein paar Euro mehr wert sind.


    Der gemeinsamen Plattform müsste es gelingen, einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zum Einkauf in Shops einzelner Unternehmen zu schaffen, beispielsweise durch gemeinsamen Versand, denn sonst würde wohl jeder lieber beim Händler direkt einkaufen. Online spielt es erstmal keine Rolle, ob sich die Geschäfte zufällig in einer Straße, oder bspw. in München und Berlin befinden.