Shop in Shop

  • Mega-Komplex... wenn ich mir vorstelle was das für eine Arbeit ist, das alles zu koordinieren und aufzusetzen... lohnen die Produkte den Aufwand? Währe es nicht sinnvoller die ganze Energie in ein einfacheres Geschäftsmodell umzusetzen? Oft ist man total überzeugt von seiner Idee aber in der Praxis läuft es dann nicht so.

  • Das verstehe ich nicht, sagen doch "alle" dass das Online-Geschäftsmodell so leicht ist. "Online-Geld-Verdienden" mit ein paar Klicks!

    Uta, dies ist ein Gerücht, welches hartnäckig von allen verbreitet werden, die daran verdienen wollen. Sicherlich kann man mehrere tausend Euro investieren und sich einen online Shop ins Netz stellen.

    Die Ernüchterung lässt nicht lange auf sich warten, weil keiner kauft. Ersten weil keiner den neuen Shop kennt und zweitens weil die Leute grundsätzlich mistrauisch sind. Es ist sehr schwierig sich einen Kundestamm zu erarbeiten.
    Überlege wie du handeln würdest, wo kaufst du?
    - dort wo du immer gekauft hast (wo alles glatt lief, wo schnell geliefert wurde, wo man anstandslos etwas zurück genommen hat)
    - oder bei einem unbekannten Shop

    Wenn ich mir z.B. neue Hardware zusammenstelle, kaufe ich die fast ausschließlich bei Amazon, da ich die Rücknahme innerhalb von 30 Tagen schätze. Ist z.B. eine Komponente defekt, müsste ich bei einem anderen Händler evtl. auf Neulieferung (im Rahmen der Gewährleistung) mehrere Wochen warten.


    Negatives Beispiel: Schlechte Erfahrung habe ich mit Cyb....... aus Dresden gemacht, wo ich einen Laptop bestellt habe.
    Es wurde mir nicht das bestellte Gerät geliefert. Sah zwar gleich aus, hatte jedoch eine kleinere Festplatte und eine minderwertige Grafikkarte --> Preisunterschied rund 300 Euro. Ergo habe ich das Gerät zurück geschickt mit einer genauen Beschreibung und das die Typ-Nummer, Serien-Nr nicht passt.
    Vom Kundenservice kamen nur Mails nach dem Baukastenprinzip. Man hat mir das Gerät einfach wieder zurückgeschickt, die Umverpackung fehlte und die Ecken waren angestoßen, sowie der Karton total verkratzt.
    So habe ich schließlich von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht und habe das Gerät auf Empfehlung eines IT-Kollegen in Wiesbaden gekauft.


    Positives Beispiel: Bürostuhl über Marketplace Anbieter bei Amazon gekauft. Zwar hatte der Bürostuhl einen Defekt, ein Gewinde fehlte zur Montage der Armlehne (Produktionsfehler). Es handelte sich um ein Unternehmen aus England. Ich hatte in deutsch Kontakt aufgenommen. Die Dame war sehr bemüht mir in deutsch zu schreiben und fragte ob ich ein Bild schicken könnte. Ja, natürlich. Die Antwort war prompt innerhalb einer Stunde da, dass sie es bedauern und mir gerne einen neuen Stuhl schicken oder ich auch alternativ mein Geld sofort zurück erhalte.


    Resümee: Einige Online Shops haben keinen richtigen Kundenservice und vergraulen direkt ihren Erstkunden. Andere handeln vorbildlich, gehen auf die Fragen konkret ein und diskutieren nicht lange. Solche Erfahrungen haben bereist viele Kunden mit online Shops gemacht.