Kleinunternehmer + Fremdbeträge

  • Hallo alle zusammen,


    bin neu hier und möchte mich gerne als "Kleinunternehmer seit einigen Jahren" vorstellen :)

    Ich habe folgende Situation, welche ich gerne geklärt haben möchte.


    • Als Kleinunternehmer darf ich einen Umsatz von 17.500€ nicht überschreiten
      • Da ich eigentlich nur reiner Dienstleister ohne Waren bin, stelle ich nur meinen Service in Rechnung
    • Allerdings kann es ab und zu vorkommen, dass ich Einkäufe für den Kunden tätigen muss


    Kostenaufstellung zur Erklärung:

    • Wareneinkauf 500€
    • Warenverkauf 500€
    • Einkaufspauschale 20€


    Umsatz = 1020€

    Gewinn = 20€ (unversteuert)


    Hier kann man das Problem sehr gut erkennen.

    Mit solch einem Einkauf treibe ich meinen Umsatz direkt um 1020€ in die Höhe und käme im Jahr sehr schnell an bzw. über meine Umsatzgrenze von 17.500€


    Dafür habe ich mir jetzt folgende Situation ausgedacht und wollte fragen, ob dies rechtens wäre:


    Vorgehen:

    • Wareneinkauf 500€ (strecke das Geld für den Kunden vor)
    • Stelle dem Kunden die Rechnung für meinen Service aus = Rechnungsbetrag
      • Liste den Fremdbetrag auf (Wareneinkauf, Rechnung vom Händler des Wareneinkaufs liegt bei)
      • Addiere den Fremdbetrag auf den Rechnungsbetrag = Gesamtbetrag, welcher vom Kunde überwiesen werden muss
    • Allerdings läuft nur der Rechnungsbetrag (ohne Fremdbetrag) in meinen Umsatz - somit wäre o.g. Problem behoben.


    Rechnung sehe in etwa so aus (Ausschnitt)



    Bleibt nur die Frage: Ist dies so rechtens, bzw. was müsste ich machen, damit es rechtens wäre?

    Oder gibt es sogar noch einen besseren Weg?

    • Als Kleinunternehmer darf ich einen Umsatz von 17.500€ nicht überschreiten


    Ja. Und alles, was du einnimmst*, zählt zu deinem Umsatz. Da nützen solche Spielereien mit der Rechnung leider nichts - da steht ein (vom Kunden zu zahlender) Endbetrag drauf und den nimmst du ein. Das ist dein Umsatz aus dieser Rechnung.


    copy


    *Ausnahmen gibt es nur bei Verkäufen von Anlagevermögen, Zinsen, Versicherungsprämien ...

  • Gibt es denn eine Möglichkeit meine o.g. Situation zu lösen?

    Sprich: Einkaufe für Kunden tätigen (an denen ich ich keinen Gewinn mache) und welche nicht in meinen Umsatz fließen?

  • Hallo Ghost,


    du kannst das eigentlich nur umgehen, indem dein Kunde selbst einkauft, denn auch wenn du entstehende Kosten nur weitergibst, machst du unweigerlich den entsprechenden Umsatz. Für den Kunden dürfte das ohnehin recht unattraktiv sein, denn er kann bei über dich erfolgten Einkäufen keine Vorsteuer abziehen, und hat somit ganz abgesehen von deiner „Einkaufspauschale“ unterm Strich höhere Kosten.


    Beste Grüße


    Gerhard

  • alles korrekt.

    Problem sehe ich eher bei den älteren Damen und Herren, welche nicht mehr mobil sind.

    Unschönes Gefühl den sagen zu müssen "Geht selber einkaufen" :(


    Also gibt es keine andere Möglichkeit, wenn ich das richtig verstehe?