Überwachung umgehen

  • Die Firma, für die ich arbeite, hatte in letzter Zeit Ärger mit der Polizei, Telefonate waren abgehört worden, deswegen hat mein Chef nun den irren Plan ausgetüftelt, ein "eigenes Internet" aufbauen zu wollen (Vgl. https://t3n.de/news/meganet-kim-dotcom-653185/). Bis auf Weiteres ist alles Surfen tabu, ich ganz schön genervt und weiß nicht, an wen ich mich wegen der Ausfälle des betr. Vorgesetzten wenden soll. Das Unternehmen ist durchaus (noch) etwas wert, einen Vorstand o.ä. gibt's allerdings nicht - was kann ich machen?

  • Was genau willst Du denn machen bzw. was meinst Du mit "Ausfälle des betr. Vorgesetzten"?

    Das einzige, was ich so als Dich-störend rauslese ist, dass Surfen jetzt tabu ist. Geht es darum?

    Grüße vom Griechen,
    Cybergreek!

  • Ein eigenes Internet aufzubauen, klingt jetzt erstmal ziemlich merkwürdig, aber ich betreue einige größere Unternehmen, die mit einer sehr restriktiven Whitelist arbeiten. Die meisten Mitarbeiter haben vielleicht fünf bis zehn Websites, die sie aufrufen dürfen und können, und alles andere ist gesperrt. Also zwar kein eigenes aber doch ein kleineres Internet. Wäre vielleicht eine gute Alternative.

  • Also ich denke Jannik geht es gar nicht darum, Sperren technisch zu umgehen, sondern seinen Vorgesetzten von diesem Gedanken wieder abzubringen. Ein IT-Sicherheitskonzept könnte helfen, Gefahren besser einzuschätzen und Maßnahmen dafür auszuarbeiten, und verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Aber leicht wird das sicher nicht.

  • Mir egal, worum es Jannick geht, aber ich finde: wenn meine Firma schon von der Polizei überwacht wird und Telefonate abgehört werden - spätestens dann würde ich mir mal Gedanken machen, ob nich vielleicht doch ein anderer Arbeitgeber besser wäre. So etwas wird ja nicht unbedingt grundlos gemacht ;).

  • Ich glaube das Gespräch verläuft in eine Sackgasse. Meiner Meinung nach sollte man sich zwar wirklich eher Gedanken

    darüber machen, was denn ausschlaggebend dafür war, aber aus der anderen Sicht sind es nicht die Kopfschmerzen von

    dem "normalen" Mitarbeiter, sondern von der Chefetage.


    Bei uns ist es beispielsweise so, dass unsere Chefetage ganz im Gegenteil, das Internet nur begrüßt. Wir haben seit kurzem

    auch mit Hilfe von VoIP-One eine neue Möglichkeit zu kommunizieren erhalten und können so Projekte viel besser planen

    und schlussendlich auch umsetzen, weil wir Sprache und Video kombinieren.


    Auch in Hinsicht der grundsätzlichen Internetnutzung ist es bei uns eher entspannt, solange wir nicht in der Arbeitszeit bei

    Facebook und co. hängen. Wenn man mal aber in sein E-Mail Postfach schaut oder guckt wo sich eine Bestellung aufhält,

    da sagt keiner was.