Karte mit öffentlichen Adressdaten / DSGVO?

  • Hallo


    Ich möchte auf einer eigenen Domain eine (Google) Karte erstellen und darauf Adressen anzeigen, die öffentlich im Netz zu finden sind.


    Es geht (fiktives Beispiel) um Hundesaloons. Ich möchte auf der Karte eben alle Hundesalons anzeigen. Dazu suche ich selber im Netz nach solchen Geschäften. Diese füge ich dann mit den auf der Webseite zu findenen Daten (Adresse, Mail, Öffnungszeiten, Spezialitäten,...) auf der Karte ein.


    Und dann gibt es noch Shops, die Hundefriseurzubehör vekaufen. Auch diese sollen auf meiner Karte angeigt werden.


    So kann sich jemand, der seinen Hund in einen Salon bringen will auf der Karte informieren und auf einem Blick erkennen, wie weit entfernt jeweils einer ist. Oder mit einem Filter nur den Zubehörhandel anzeigen lassen. Oder Hundeclubs finden.


    Auf die Karte kommen nur Adressen, die ich selber im Netz gefunden habe (also eine eigene Webseite haben). Oder Adressen von Eigentümern eines solchen Ladens, die mir selber schreiben.


    Was sagt da die DSGVO dazu?

  • Moin Herr Sin,


    Da die DSGVO nur für personenbezogene Daten gilt, ist man mit möglichst anonymen Unternehmensdaten auf der sicheren Seite. Also eine Firmenadresse und allgemeine Angaben zur Firma wie eine Branchenzuordnung oder eine Webseite. Bereits ein Ansprechpartner stellt eine personenbezogene Information dar. Eine persönliche E-Mail Adresse oder Durchwahl sind entsprechend auch personenbezogen.
    E-Mail Adressen mit info@, kontakt@, salon@ sollten somit keine personenbezogene Informationen beinhalten und als Kontaktadresse Verwendung finden.

    koi-she Grüße

    Gibst du dir keine Mühe - geb ich mir auch keine!

  • Nachtrag: Bei den Gewerbetreibenden, die Dir die Adressdaten mit Zustimmung zur Verwendung überlassen ist es möglich diese auch personenbezogen zu verwenden.

    Es ist viel "Handarbeit" - aber möglich, die Adressdaten mit den in der Karte verlinkten Unternehmungen durch Kontaktaufnahme und Erklärung zum Mehrwert und Nutzen abzugleichen um ggf. die richtigen Kontaktdaten einzupflegen.

    Dabei müsste allerdings darauf geachtet werden, daß diese Anschreiben nicht als Werbung für Deine Unternehmung gewertet werden können.

    Gibst du dir keine Mühe - geb ich mir auch keine!

  • Hallo keusch


    Danke für die Info. Was ähnliches habe ich mir gedacht. Es wird keine persönliche Daten geben.

    Evtl. noch Kategorien wie "ist auf Pudel spezialistert", "Zubehör für Schermaschinen", ...


    Werbung für mein Unternehem kann es nicht sein, da das alles privat ist - und sich natürlich nicht um Hundesalons handelt. Es handelt sich eher um eine Nische im Auto-/ Oldtimerbereich mit Werkstätten und Clubs.

  • Und sie kippt doch?! 8o


    Bei aller Abwägung, Vorsicht und sinnvollen Überlegungen zur DSGVO gibt es auch noch
    Erwägungsgrund 47 - Überwiegende berechtigte Interessen.


    Gewerbetreibende und Organisationen veröffentlichen Ihre Informationen und profitieren von deren Verbreitung. Daher sehe ich prinzipiell kein Problem darin, deren öffentlich zugängliche Informationen auch zu publizieren. Dazu noch einen lebbaren Widerspruchs- & Änderungsprozess einrichten und go.