Tools zum Reparieren für Jpeg Bilder ?

  • Hallo Leute,


    nachdem mir bis jetzt noch keiner helfen konnte, frag ich hier mal in die Runde, ob jemand tools kennt, mit denen man ein kaputtes Jpeg Bild testen und wiederherstellen kann.
    Ein Tool zum testen hab ich schon gefunden nur leider beinhaltet es keine Reparaturfunktion. Kennt Ihr solche Tools zum Reparieren?


    Ich meine auch keine wiederherstellungstools, die eine gelöschte Datei auf der Festplatte wiederfinden, sondern lediglich eine Datei reparieren können.



    nice greets Darki


    [edit]Nachfolgend eine Zusammenfassung dieses Threads als Hilfe, Orientierung.
    Vielen Dank an Beldur - editiert von HMV, 13.08.2009[/edit]


    Hallo Leidensgenossen,


    es wäre hilfreich, wenn wir die Ergebnisse dieses Threads mal zusammenfassen und ein Moderator dafür sorgt, dass diese Zusammenfassung im Anfang und Ende des Threads zu finden ist.
    M.E. gibt es im wesentlichen drei Problemfelder:


    0. Zugriffsprobleme
    1. Dateien können nicht gelesen werden (Löschen/Formatieren/Datenträger kann nicht gelesen werden)
    2. Dateien fehlerhaft (defekte Hardware/Kopier-Fehler)


    0. GB-Grenzen
    Wir können wohl davon ausgehen, dass dieses Problem sich durch die technische Entwicklung von selbst gelöst hat (die 128GB Grenze dürfte die Nutzer halbwegs aktueller Betriebssysteme nicht mehr wirklich betreffen).


    Dennoch gilt auch hier prinziell der Hinweis auf meine Handhabungs-Tipp 01-05 und 10. Damit dürfte das Problem nicht auftreten.


    1. Löschen/Formatieren/Datenträger kann nicht gelesen werden
    Die diesbezüglichen Tools sind hier bereits genannt worden. Z.B. auf Page 31, der 2. Post von oben (BSE Royal). Auf Page 32, der 11. Post von oben, listet Carnivexx die meisten der hier besprochenen Tools auf.
    Die Erfahrung hier im Forum zeigt, dass man tatsächlich mehrere nutzen muss. Nicht vergessen: immer auf andere Datenträger schreiben und nur nicht-invasive Eingriffe machen.
    Bevor man Software nutzt, welche auf den Datenträger schreiben muss, macht man eine Kopie des defekten Datenträgers, (am besten mit Unix) mit der man dann rum experimentiert.


    2. Defekte Dateien
    stellen das größte Problem dar. Ob sie durch Hardware-Fehler entstehen, oder durch Kopier-Probleme etc. ist letztlich egal. Wenn die Dateien erst einmal defekt sind,
    ist guter Rat teuer. Tips zum Bearbeiten des Headers findet man weiter oben im Thread (habe jetzt keine Zeit mehr, den Link herauszusuchen, aber z.B. auf Page 31, 6. Post von oben, gibt steffenk einen Link an), die Liste der Programme auf Page 32.


    Die Wichtigsten sind:


    - PixRecovery (http://www.officerecovery.com/pixrecovery/)
    - BMP and JPEG Image Repai (http://s2services.com/jpg-bmp.htm)
    - SoftPerfect File Recovery (http://www.softperfect.com/products/filerecovery/)
    - ZAR File Recovery (http://www.z-a-recovery.com/download.htm)
    Selbst mit dem Breeze-Explorer konnten manche ihre Bilder restaurieren.
    (http://www.breezesys.com/index.htm)


    Aber da hilft offensichtlich nur: ausprobieren.


    Zur Risiko-Minimierung beim File-Copy beachte man vor allem Tip 07.


    Nach etlichen Jahren in der IT und sehr oft konfrontiert mit verlorenen oder beschädigten Daten, haben ich für den, der es wissen will, ein paar Tipps zum Umgang mit Daten:



    TIPP 0.1
    Wichtige Daten gehören nicht auf die Betriebssystem-Festplatte! Wenn Daten wichtig sind, muss man halt in eine zweite Festplatte investieren und wenn es eine externe ist!
    Dazu gibt es keine echte Alternative.


    TIPP 0.2
    Wenn man Daten (Fotos, MP3s, etc) auf eine neue Festplatte kopiert, dann benutzt man nicht den Windows-Explorer, sondern ein Tool wie den TotalCommander (andere sind auf Heise zu finden) und deaktiviert den Schreibcache und aktiviert "verify". Das verlangsamt den Kopiervorgang zwar extrem, aber erhöht die Sicherheit um das 10-Fache.


    Wer keine Angst vor Kommandozeilen-Tools hat, kann bei Windows-Betriebssystemen auf das ultrasichere und robuste "robocopy" zurück greifen. Damit sind Kopierfehler praktisch ausgeschlossen.


    TIPP 0.3
    Nach dem Kopieren von Daten, insbes. von Fotos und MP3, macht man sich die Mühe und lässt ein Datenbank-Programm über die Verzeichnisse laufen (z.B. MediaMonkey oder ThumbsPlus NICHT aber iTunes!). Bei Fotos kann man mit ThumbsPlus oder xnView kurz durch die NEU-ERSTELLTEN (ganz wichtig!) Thumbnails scrollen. Dabei dürften Datenfehler entweder von Thumbs angezeigt werden oder man entdeckt sie selbst.


    Deshalb darf man die Kopiervorgänge auch nicht mit den Tools durchführen, da die Thumbs nicht neu erstellt und somit die Bilder nicht neu gescannt werden. Das gilt sinngemäß natürlich auch für die Kopien von SD auf HDD oder auf eine USB-Festplatte, etc.


    TIPP 04
    Wer es sich irgendwie leisten kann, erstellt eine weitere Sicherheits-Kopie der Fotos, die er NICHT im eigenen Haus aufbewahrt, sondern z.B. bei den Eltern oder im Bank-Safe. Was nutzen die besten Sicherheitskopien auf Festplatte oder CD, wenn das Haus einen Brand erleidet, oder die ganze Anlage geklaut wird - inkl. der Sicherheits-Festplatte!


    TIPP 05
    Wenn man die Sicherheitskopie der Sicherheitskopie geprüft hat, kopiert man WICHTIGE Dateien auf einen Internet-Server, wie Rapidshare oder Humyo. Für Fotos bietet sich durchaus auch Flickr an, auch wenn die Handhabung sehr mühselig ist.


    TIPP 06
    Erst NACHDEM man die Schritte 1-5 ausgeführt hat, kann man die Original-Daten löschen. Faustregel: Fotos werden von Speicherkarten nicht gelöscht, sondern diese werden FORMATIERT. Das hat den Sinn, dass die Fotos linear abgelegt werden. Das ist schneller und im Fehlerfall wird damit das Recovery deutlich erleichtert. Für SD-Karten kann man sich bei HP ein Tool als Freeware herunter laden.
    Ich persönlich mache das übrigens auch mit meinen Festplatten so.


    TIPP 07
    Niemals Festplatten defragmentieren, auf denen sich WICHTIGE Daten befinden, sondern Tipp 01-06 durchführen mit Hilfe einer Zwischenplatte, die man sich zur Not bei einem Kumpel leiht.
    Das ist zwar eine Schweinearbeit und dauert Stunden, aber die Datensicherheit ist nur so zu maximieren.


    TIPP 10
    Vor der Installation eines neuen Betriebsystemes unbedingt ALLE Festplatten ausser der Systempartition abstecken. Erst nachdem das Betriebssystem neu aufgesetzt, alle Patches und Treiber installiert wurden UND der Virenscanner mit den neuesten Signaturen läuft, DANN und erst dann, werden die Datenplatten wieder angesteckt.
    PCs sind während der Installation von Windows äußerst empfindlich gegen Intrusion von aussen (Viren, Trojaner etc.) und es passiert einfach zu schnell, dass Laufwerksbuchstaben falsch zugewiesen werden und man versehentlich statt des Systemlaufwerks die Datenplatte platt macht.


    TIPP 11
    "Eigene Dateien" von der Systemplatte weg auf ein Datenlaufwerk verschieben (geht mit der rechten Maustaste).


    TIPP 12
    Nie USB Datenträger einfach abziehen, auch nicht wenn man nur lesend darauf zugegriffen hat. Es geht zwar fast immer gut, aber das eine Mal von 500 wo es schief geht, betrifft es dann natürlich ausgerechnet Daten, die man nicht noch einmal hat.



    Abschließend möchte ich noch feststellen, dass es nach meiner Erfahrung keine echte Alternative zu dem folgenden Verfahren gibt:


    Jedes Jahr kaufe ich zweimal eine neue Festplatte (Januar und July). Die durch die technische Entwicklung immer genug Kapazität für ein neues Gesamt-Backup bieten.
    Die baue ich als Datenplatte ein (Daten-Version 0).
    Die alte Datenplatte wird Backup-Platte 1.
    Die alte Backup-Platte 1 wird Backup-Platte 2 und wandert zu meinen Eltern.
    Die alte Backup-Platte 2 wird ausgemustert und verschenkt oder verkauft.
    (Die wichtigen Daten werden ohnehin dauerhaft auf einen Internet-Server in der Schweiz gespiegelt.)


    Ja, das ist teuer - aber halbwegs sicher. Ausserdem ist so sichergestellt, dass die Daten regelmäßig auf aktuelle Datenträger wandern.


    Was nutzt mir heute noch ein Zip-Medium oder eine alte MF-Platte? Die Halbwertszeit digitaler Daten ist nämlich auch durch technische Innovationen äußerst kurzlebig geworden.
    (Ob es wohl in 20 Jahren, wenn mein Enkel 20 wird, noch CD-Laufwerke gibt, und ich ihm die alten Sicherheits-CDs mit den Videos von seinem Vater als Kind zeigen könnte?)


    Ich bin stolz darauf, dass meine Daten inzwischen Brände, Umzüge und Einbrüche überstanden haben.


    Und so soll es bitte auch bleiben.


    Hochachtungsvoll


    Beldur

    Theorie ist, wenn man erklären kann, wie's geht, aber es funktioniert nicht.
    Praxis ist, wenn's funktioniert, und man kann sich nicht erklären, wie das geht.

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  • Da die Bilddaten NICHT redundant also irgendwie doppelt vorliegen, halt ich sowas für unmöglich. Wär aber sehr gespannt auf eine gegenteilige Empfehlung. Obwohl - in 15 Jahren am PC hab ich noch kein defektes jpeg auf der Pladde gehabt...

  • Hi Steff11


    ..es betrifft meine Fotosammlung, die komischerweise von heute auf morgen zum teil nicht mehr anschaubar ist. Das Problem hatte komischerweise noch keiner...


    Ich weiss nicht mehr, was ich machen soll.


    Hab das Internet schon tagelang durchsucht, Freunde, Bekannte gefragt, keiner konnte mir irgendwie weiterhelfen.


    Hab meine Fotosammlung auf der Festplatte. Mit ACDSee 4.0 konnte ich immer alle anschauen, bis eines Tages mal ein Ordner nicht mehr funktionierte, später waren es dann mehrere. Die Miniaturansichten, zeigen nur noch das Logo von ACDSee und wenn ich das Bild öffne.. ..ist es einfach nur grau..


    Sind jetzt alle Bilder weg, bei denen das Symptom auftritt? Hab schon Jpeg-Tester (leider ohne Rep-funktion) drüberlaufen lassen, die finden nix, die Dateigröße ist auch noch vorhanden.


    Ein Bild hab ich entdeckt, was im Miniformat als Bild zu sehen ist und wenn ich das öffne, ist bis zur Hälfte von oben gesehen alles da, dann in der Mitte gibt es nur Gelbtöne und der Rest ist wieder grau. (wie bis dahin aufgefressen)


    Virus kann es nicht sein, da ich den love letter Virus (I love you) nicht hatte, der löscht außerdem die Jpegs und verändert sie nicht so "komisch". Einen anderen Virus, der sich an Bilddaten zu schaffen macht hab ich nicht finden können.


    Bitte helft mir, bin echt verzweifelt...


    nice greets

    Theorie ist, wenn man erklären kann, wie's geht, aber es funktioniert nicht.
    Praxis ist, wenn's funktioniert, und man kann sich nicht erklären, wie das geht.

  • Hmmm...
    Da sich meine Fotosammlung zum grössten Teil auch auf der Festpladde rumtreibt, bin ich natürlich auch arg am Thema interessiert. Betrifft das Problem nur ACDSee? Hast Du mal versucht , mit nem anderen Programm auf die Dateien zuzugreifen? Irfanview zB?

    Gruß, der Michl



    * * * if you want them to RTFM, make a better FM! * * *

  • Leg doch mal eines der Bilder hier rein. Dann fallen wir alle mit unseren versammelten 208 Tools drüber her. Da kommen wir schon weiter.


    Also: Der Patient muss zum Arzt. Ferndiagnosen sind Voodoo.

  • Hi Leute,


    riesen Dank erstmal für euer interesse,


    Also die Festplatte ist ok, hab sie schon getestet. Hab auch schon andere Programme, wie Photoshop 8, Irfanview, Multiviewer und MS Paint versucht, einige melden fehlerhafte Datei, ACDSee stellt ein graues Bild dar und Multiviewer macht ein schwarz-weiss Puzzle draus, was aber nix mit dem eigentlichen Bild zu tun hat. Selbst auf meinem 2. Rechner lassen die sich nicht anzeigen.


    Eine kaputtes Jpeg, was ich hochladen wollte, wurde mir verweigert, da es nicht als Bild erkannt wird hier...
    Das andere wo ich nur noch die Hälfte sehen kann, im Großformat und in der Minivorschau das komplette Bild kann ich auch nicht hochladen, obwohl die Daten bei mir so vorliegen.


    Ich sehe sie schon verloren...


    Was funktioniert ist e-mail! Keine Angst ist kein Virus, also wer interesse hat kann mir mailen oder ne PM hinterlassen, den sende ich 2-3 Daten zu...



    nice greets


    Steffen

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  • ..ups.. ja voller Mißmut hab ich des garnet so für voll genommen..


    also hier bitte schön!!


    greets


    Steffen

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  • Interessant.
    Jede Grafik-Datei besteht aus einem festgelegten Dokumentkopf, in dem u.a. die Größe, bei Cameras die EXIF-Daten, bei jpg die Codierungstabellen usw. stehen, dann anschließend die eigentlichen Bilddaten. Hab hier ein Dok gefunden in dem das für jpg genau dokumentiert ist:
    http://www.ti5.tu-harburg.de/Staff/Lamers/stab/node14.html
    So sollen alle jpgs im HexCode mit FFD8FFE0 beginnen, solche mit EXIF-Daten scheinen immer mit FFD8FFE1 zu beginnen. Passt bei deinem halben Bild alles. EXIF-Daten und so. Dann kommen Bilddaten. Und an halber Datei dann plötzlich Daten, die ich in keiner anderer jpg-Datei gesehen hab: Ganz große Blöcke ausgenullt, dazwischen immer wieder wahllos Datenschnipse, zB. auch "GNU VCDIMAGER, SCANDATA.DATSEARCH.DAT TRACKS.SVD" und solche Sachen. Die haben im Bilddatenblock wohl nix verloren, da hat ein Programm richtig "reingesaut"


    Und das unlesbare Bild hat keinen Header! Da beginnen vom ersten Byte an Bilddaten und das Kann kein Progg auswerten.


    Ursachen???


    Entweder ist die Clusterverwaltung deiner Festplatte mächtig durcheinandergeraten, da wär maximal ein File-Recovery-Tool drauf anzusetzen, aber da hab ich keine konkrete Erfahrung. Oder ein Programm (ACDSee?) hat ´n Fehler. Kann es denn sein, dass das bei Verwaltungsaufgaben schreibend auf die Dateien zugreift??? Oder hast Du mit irgendeinem Progg Stapelverarbeitung auf deine gesamten Bildordner losgelessen?


    Wie dem auch sei, das dürfte seeeeehr schwer werden, wenn überhaupt was geht. :(


    Grüssle, Stefan