Punk gegen Bush

  • Der Labelbesitzer "Fat Mike" der in der Punk Band NoFX (eine meiner Lieblingsbands ;) ) spielt, hat eine Initiative gegen Bush gegründet.


    Ganz grob umrissen will er Jugendliche (Punks) dazu bringen, sich an den Wahlen (gegen) Bush zu beteiligen.
    NoFX und viele andere Punkbands haben hierzu diverse Aktionen gestartet (Rock against Bush) und im Internet eine Wahlverfahren eingerichtet, über das, geschätzt, 500 000 Jugendliche sich an den Wahlen beteiligen können.


    Ich halte es für eine Klasse Aktion.


    Nähere Infos findet ihr hier: (Übersicht)
    http://www.laut.de/vorlaut/news/2003/10/01/05887/


    Hier die PunkVoter offizielle Seite:
    http://www.punkvoter.com/about/about.php

  • Ich finde das ne geile Sache,
    NOFX auch seit vielen Jahre einer meiner Lieblingsbands werde ja schon immer von MTV und großen kommerziellen Medienstationen gedisst und haben daher sowieso keinen Ruf zu verlieren. Ihre politische Meinung gerade zu Themen wie Krieg, Konsum und Rassenhasss haben sie ja nie versteckt.
    Hab Sie das erste mal 1989 als Vorgruppe von Bad Religion gesehen, seit dem jede Platte geliebt.


    Pearl Jam haben auch beim ersten Golfkrieg eine solche Kampagne unterstützt und die sogenannte Pro Choise Bewegung ins Leben gerufen um viele junge Menschen zu den Wahlen zu bringen.


    Es geht ja nicht darum die eigene Meinung zu nehmen, sondern die Menschen zu erreichen, die Wahlen sonst meiden würden.


    Gruß,Butterstulle

    -- 2 Pfund Gehacktes sind noch lange keine Bolognesesauce --

  • Butterstulle schrieb:

    Es geht ja nicht darum die eigene Meinung zu nehmen, sondern die Menschen zu erreichen, die Wahlen sonst meiden würden.


    Für mich erscheint es so, daß die Fans auch eine andere Partei wählen würden, wenn die Band es "gewollt" hätte, daher halte ich davon nix - diese angepasste persönliche Meinung sollte doch keine Voraussetzung o.ä. sein, damit man praktisch dazu gehört. :rolleyes:

  • Strogij schrieb:

    Für mich erscheint es so, daß die Fans auch eine andere Partei wählen würden, wenn die Band es "gewollt" hätte, daher halte ich davon nix - diese angepasste persönliche Meinung sollte doch keine Voraussetzung o.ä. sein, damit man praktisch dazu gehört. :rolleyes:


    irgendwie kommen wir ja politisch nie auf einen Nenner, also lassen wir das doch einfach, o.k?
    ;)

    -- 2 Pfund Gehacktes sind noch lange keine Bolognesesauce --

  • Das waren die beiden Brüder [URL=http://www.matheboard.de/lexikon/Hans-Jochen_Vogel,definition.htm]Hans Jochen Vogel[/URL] und [URL=http://www.matheboard.de/lexikon/Bernhard_Vogel,definition.htm]Bernhard Vogel[/URL] die Mutter hatte Ihnen verboten bei Besuchen zu Hause über Politik zu sprechen. :)

    -- 2 Pfund Gehacktes sind noch lange keine Bolognesesauce --

  • Strogij schrieb:

    Ich habe mal von einer Familie gehört, die am Tisch nie über Politik geredet hat - das hat seinen Grund.


    welchen? :confused:


    Politik ist pfui?
    darüber redet man nicht?


    die Diskussion im Kleinen (in der Familie, im Freundeskreis, in einer Community ;) ...) ist doch Basis/Vorraussetzung/Übung, auch in größeren Runden diskutieren zu können


    Politik besteht zu einem großen Teil auch aus Diskussion, Konsensfindung ... und das muss gelernt/geübt sein


    politische Diskussionen dienen doch in erster Linie zum Klären/Erkennen von verschiedenen Standpunkten.


    Nur wenn ich die Meinung des politischen "Gegners" auch kenne, mich also damit auseinandersetze, kann ich auch sinnvoll Politik machen - also muss diskutiert werden :)


    außerdem: über Politik diskutieren, heißt doch noch lange nicht, im entsprechenden Kreis (Familie, Freundeskreis ...) dann auch einer Meinung sein zu müssen.
    Ich kenne Ehepaare, wo er aktiver SPD-Politiker ist und sie aktive Grüne - na und?
    Unser CDU-Bürgermeister lebt mit einer Grünen zusammen - na und?


    Die Frau vom republikanischen Gouvernor Arnie Schwarzenegger ist aktive Demokratin


    ich habe auch Freunde, die CDU wählen, sogar ein FDP-Wähler ist darunter :p


    Politische Diskussionen auf möglichst vielen Ebenen halte ich für eminent wichtig - sonst begräbt sich die Demokratie irgendwann selber :(


    die sinkenden Wahlbeteiligungen zeigen uns imho, dass wir leider auf dem Weg dort hin sind :(


    in den USA bei den anstehenden Präsi-Wahlen wird nach langer Zeit endlich mal wieder eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als üblich erwartet (zumindest haben sich schon mal viel mehr Leute als sonst registrieren lassen).
    Und das ist sicher (auch) ein Ergebnis der intensiven Diskussion, die um diese Wahlen geführt wird


    Und da sollte man solchen Aktionen wie von NoFX, dankbar für sein.
    Es ist ja nicht nur NoFX, in den USA engagieren sich ohne Ende Künstler, Schauspieler ... für den ein oder anderen Präsi-Kandidaten und lösen damit Diskussionen in ihren "Fan"-Kreisen aus.


    Und nur wenn diskutiert wird, bilden sich Meinungen, die dann auch in ein entsprechendes Kreuzchen auf dem Wahlzettel umgesetzt werden :)

    PS: Frau Vogel kann ich allerdings verstehen :D



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