Finanzamt auch über Online-Aktivitäten auf dem laufenden!

  • Betriebsprüfer sind über Online-Aktivitäten im Bilde


    Meldet sich ein Prüfer der Finanzverwaltung bei einem Unternehmen zu einer Betriebs-, Lohnsteuer- oder zu einer Umsatzsteuerprüfung an, beschäftigt
    er sich vor Beginn der Prüfung intensiv mit vorliegendem Kontrollmaterial.
    Doch auch durch andere Kontrollmechanismen - insbesondere im Online-Bereich ist das Finanzamt schnell über vor Jahren angebotene Ware, Bankverbindungen und Geschäftskontakte im Bilde.
    Das ist insbesondere dann der Fall, wenn ein zu prüfendes Unternehmen seit Jahren einen eigenen Internetaufritt hat. Der Prüfer muss nämlich nicht zwingend erst bei dem Mandanten um ältere Internetseiten in ihrer damaligen Form bitten.


    Die Prüfer der Finanzverwaltung bedienen sich in den letzten Monaten während ihrer prüfungsvorbereitung vielmehr einer amerikanischen Web-Site,
    die seit 1996 sämtliche Internetseiten monatlich abspeichert und ihren Interessenten kostenlos zur Durchsicht anbietet.
    Um Infos zu erhalten gibt der Prüfer einfach die Internet-Adresse des zu prüfenden Unternehmens in die "wayback-machine" ein und klickt den Button [Take me back] an. Und schon kann er sehen, welche Informationen der Internetauftritt z.B. im Juli 2000 bereithielt. Gerade in der Kfz-Branche bieten sich dem Prüfer durch diese Kontrollvariante gute Möglichkeiten,
    abzustimmen, ob für angebotene Fahrzeuge tatsächlich Erlöse verbucht wurden oder in anderen Branchen, ob bestimmte Kooperationen (Provisionen aus
    Partnerprogrammen, etc.) steuerlich korrekt berücksichtigt wurden.
    [Quelle:Rechtsanwalts Newsletter Nov. 2004]


    Und der Hammer ist - das funktioniert tatsächlich so!


    Wer es testen will Hier ist die URL:
    www.archive.org



    Hoffe das ist was interssantes für Euch


    Greetz NEW X

  • Yoah, kenne das Teil schon ne ganze Weile. Allerdings hab ich noch nicht ganz raus (war schlicht und einfach zu faul auf der Seite mal nach ner Erklärung zu suchen ;)) nach welchem System die Typen Websites indexieren.


    Von manchen Pages haben die X-Varianten gespeichert die bei Aufruf auch wirklich komplett angezeigt werden, bei anderen sieht man nach dem Aufruf ner Variante nur lauter "X" wegen der fehlenden Bilder, etc. Andere (bekannte) Seiten sind gar nicht vorhanden.

  • Hallo,


    etwas über das Internet anbieten, heißt nicht automatisch erfolgreicher Geschäftsabschluß. Was der Betriebsprüfer in der Waybackmaschine sehen kann sind Referenzen, die sollten meines erachtens so oder so korrekt abgerechnet werden. Alles andere Kooperationen, Preise sind Informationen mit denen das Finanzamt kaum etwas anfangen kann. Schließlich kann ich Preise immer noch individuell aushandeln und die Wayback-Maschine erfasst auch bei Ampelfunktionen innerhalb eines Shopsystems so ungenau, dass sich daraus keine verlässlichen Zahlen ableiten lassen.


    Diese Meldung darf man denke ich getrost gelassen zur Kenntnis nehmen.

  • ... vor allem wenn man bedenkt, dass sich jede Firma mit einem simplen Eintrag in der robots.txt aus der Wayback-Maschine raushalten kann bzw. bei denen auch direkt einfordern kann dass die gespeicherte Website gelöscht wird.