Angabe des Erbringungszeitraums auf Rechnungen für Dienstleistungen

  • Hallo @*!


    Ich habe vor kurzem über Flurfunk aufgeschnappt, dass man auf Rechnungen für Dienstleistungen den Zeitraum, in der die Leistung erbracht wurde, mit angeben muss. Ist da was dran?


    Ich hab zwar mal gegoogelt, bin aber nicht recht fündig geworden (auch hier im Forum nicht), ausser für die Schweiz:

    Zitat


    Datum oder Zeitraum der Lieferung oder Dienstleistung; diese Bestimmung hat insbesondere bei Steuersatzerhöhungen oder Änderungen von gesetzlichen Vorschriften oder der Verwaltungspraxis eine spezielle Bedeutung. Nur wenn der Zeitpunkt der Leistungserbringung bekannt ist, kann die Leistung dem richtigen Steuersatz zugeordnet werden.


    Da klingt für mich logisch, ist das aber auch in Deutschland Pflicht? :confused:
    Wer weiß was genaues?


    Grüße!
    Stefan


    There are only 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.

  • Na da hast Du aber ganz schlecht geguckt bei uns im Forum. Welchen Inhalt eine Rechnung haben muss hab ich hier bestimmt schon an die 1.000 mal geschrieben *G*


    § 14 (4) UStG Eine Rechnung muss folgende Angaben enthalten:


    1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,

    2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,

    3. das Ausstellungsdatum,

    4. eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),

    5. die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,

    6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung oder der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1, sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist,

    7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist und

    8. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.

    Gruß Epic03

    Wissen ist Macht ! ..... nichts Wissen macht auch nichts.


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    Ich übernehme keine Garantie für die Aktualität und Richtigkeit meiner Beiträge. Also nehmt sie als Hinweise und holt Euch dann Verbindliche Auskünfte an Richtiger Stelle.
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  • Asche auf mein Haupt. Wenn man die falschen Keywords nimmt...oder zu viele...
    Aber Danke für die - wie immer - super schnelle Antwort.
    Besonderen Dank, weil Du doch solche Fragen gar nicht mehr beantworten wolltest ;) .


    Gelobe Besserung,
    Stefan


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  • hmm jetzt aber noch mal eine Verständnisfrage hierzu:


    Ich habe bisher kein spezielles Datum der Leistungserbringung auf eine Rechnung geschrieben. Wenn ich jetzt den obigen Text (Punkt 6) durchlese, mach ich es auch richtig, da der Zeitpunkt der Rechnungsstellung gleich der Leistungserbringung ist...oder nicht?


    Nun hab ich von einer Firma meine Rechnung zurückerhalten, mit der Begründung, dass eben genau diese Angabe fehlen würde.


    Meine Leistung an die Firma war aber mit dem Tag der Rechnungsstellung zu Ende, d.h. der Chef hat die Arbeiten bei mir "geprüft und abgenommen" und direkt danach hab ich die Rechnung gestellt.

    Die Intelligenz verfolgt mich ständig...aber ich bin schneller!

  • Zitat

    Ich habe bisher kein spezielles Datum der Leistungserbringung auf eine Rechnung geschrieben. Wenn ich jetzt den obigen Text (Punkt 6) durchlese, mach ich es auch richtig, da der Zeitpunkt der Rechnungsstellung gleich der Leistungserbringung ist...oder nicht?

    Eine Rechnung ermöglicht dem Leistungsempfänger nur dann den Vorsteuerabzug, wenn sie die in § 14 Abs. 4 UStG erforderlichen Angaben enthält. Deshalb ist auch die Angabe des Zeitpunkts der Lieferung oder der sonstigen Leistung regelmäßig erforderlich. Dies gilt selbst dann, wenn der Tag der Leistung mit dem Rechnungsdatum übereinstimmt.


    Rechnungen über bereits ausgeführte Leistungen müssen immer den Leistungszeitpunkt enthalten. Dieser kann sich jedoch aus anderen Dokumenten (z. B. Lieferschein) ergeben. In einem solchen Fall muss in der Rechnung auf die anderen Unterlagen hingewiesen werden (vgl. § 31 Abs. 1 UStDV). Entsprechend § 31 Abs. 4 UStDV weist das BMF-Schreiben darauf hin, dass als Leistungszeitpunkt auch der Kalendermonat angegeben werden kann, in dem die Leistung ausgeführt worden ist.


    Gruß Epic03

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  • Epic schrieb:

    .. sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist


    beisst sich das nicht damit?


    Wenn ich Deinen jetzigen Beitrag lese, verstehe ich es wieder ganz anders, also dass ein Zeitpunkt angegeben werden muss... :confused:

    Die Intelligenz verfolgt mich ständig...aber ich bin schneller!

  • Zitat

    beisst sich das nicht damit?

    keiner hat behauptet das unsere deutschen Gesetzte klar und unmissverständlich formuliert sind *G* ich kann Dir also nur das sagen was entweder per Verwaltungsanweisung fest geregelt ist oder was in der Literatur die meist vertretende Auffassung ist.


    Gruß Epic03

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  • Das Ergebnis:


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  • ;)

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