Beiträge von SvenWeb

    In das Privatvermögen zu übernehmende Verbindlichkeiten (hier: Kfz-Darlehen) mindern den Aufgabegewinn. Insofern wird die spätere Ablösung des Kfw-Darlehens nicht noch einmal gewinnmindernd berücksichtigt.


    Gruß
    Sven

    Speditionen erbringen "sonstige (Beförderungs-)Leistungen", wenn sie die Ware selbst befördern. Wenn sie andere Speditionen einen Auftrag vermittelt entsprechend eine "sonstige (Vermittlungs-)Leistung".
    Was sagt denn § 3b UStG in der jeweils für das entsprechende Jahr geltenden Fassung zu den einzelnen Leistungen?


    Gruß
    Sven

    Stolpersteine dürften dabei nur die gleichgestellten Leistungen sein § 3 Abs. 1b und Abs. 9a UStG, also in erster Linie die Privatnutzung von Vermögensgegenständen.


    Bedenke, dass für die Berechnung der Kleinunternehmerregelung nicht der Leistungszeitpunkt entscheidend ist, sondern die Vereinnahmung des Geldes, wobei die Ausnahmen wie sie bei der ESt bzgl. wiederkehrende Einnahmen, 10 Tagesregelung etc. nicht gelten. Es wird stumpf der Vereinnahmungszeitpunkt des Geldes betrachtet.


    Gruß
    Sven

    Zitat

    Ich hoffe, soweit ist alles noch okay.


    ja


    Zitat

    Meine Betriebsausgaben erhöhen sich um die Nutzung des PKW, also betrieblich gefahrene Kilometer multipliziert mit 0,30 Euro.


    jupp


    Zitat

    Jetzt überführe ich den PKW ins gewillkürte Betriebsvermögen. Dadurch ergibt sich meiner Ansicht nach eine völlig andere Situation. Die Betriebsausgaben steigen um 125 Euro im Monat und ich muß den privat gefahrenen Anteil als Betriebseinnahmen ansetzen.


    Mit 125 EUR rechnest du ziemlich wenig, aber es ist ja nur ein fiktives Beispiel.


    Zitat

    Dadurch erhöhen sich die Betriebseinnahmen um 80% x 125 Euro, also um 100 Euro. Dadurch habe ich dann 18000 Euro Umsatz im Jahr und würde aus der Kleinunternehmer-Regelung herausfallen.


    richtig.


    Zitat

    Eine andere Variante wäre ja, die Betriebsausgaben um den betrieblichen Anteil von 20% x 125 Euro, also um 25 Euro zu erhöhen und somit den privaten Anteil weder als Betriebsausgaben noch als Betriebseinnahmen zu berechnen. Das würde aber meiner Ansicht nach gegen das Saldenverbot verstoßen. Ist das korrekt?


    ein Saldenverbot gibt es in einer EÜR nicht aber es scheitert bereits daran, dass der PKW entweder ganz oder gar nicht in das einkommensteuerliche Betriebsvermögen aufgenommen werden kann und du somit zwangsweise 2 Buchungen für die Ausgaben und die Privatnutzung als Einnahme hast.


    Zitat

    Auch möglich wäre, daß die Privatentnahme von 80% x 125 Euro, also 100 Euro monatlich zwar Betriebseinnahmen darstellen, die versteuert werden müssen, aber sich im Umsatz nicht wiederfinden, der ja für die Beurteilung der Kleinunternehmerregelung das Kriterium ist...


    es ist nicht der Umsatz entscheidend, sondern der sogenannte "Gesamtumsatz". Der sagt aus, dass diverse Einnahmen nicht dazu zählen, was aber nicht für die Privatnutzung gilt. Die genaue Berechnung steht in der FAQ Kleinunternehmer gleich im 2. Beitrag.


    Zitat

    ... bitte keine Diskussion darüber, ob es sinnvoll ist, den betreffenden PKW bei der Faktenlage überhaupt ins Betriebsvermögen aufzunehmen.


    wobei das letztlich die entscheidende Frage ist.


    Frohe Festtage und einen dicken Bauch wünscht
    Sven

    Im Endeffekt egal, da für das FA nur die Zahllast entscheidend ist und nichts anderes. Ich würde es aber als negative Eingangsrechnung erfassen, da es für mich die einzige logische Variante ist.
    Wenn die Gutschrift mit einer konkreten Leistung im Zusammenhang steht wäre die Korrektur der BMG nach § 17 UStG auch einfacher aus der negativen Eingangsrechnungsbuchung herauszulesen.


    Gruß
    Sven

    Zitat

    Ist dieser Eindruck richtig und die GMBH ist unter dem Strich höher steuerlich belastet, oder ist die steuerliche Belastung bei allen Rechtsformen in etwa gleich?


    kommt drauf an. Als Einzelunternehmer wird der Gewinn den restlichen Einkünften hinzugerechnet und unterliegt dem progressiven Einkommensteuersatz, während bei Körperschaften 15 % Körperschaftsteuer und 25 % Kapitalertragsteuer auf Ausschüttungen anfallen. Also pauschale Beträge. Dann gibt es noch Unterschiede bei der GewSt und und und und und. Es kommt halt auf den Einzelfall an. Was sagt denn dein Steuerberater zu der Frage?


    Gruß
    Sven

    Zitat

    Somit fällt bei der Wertschöpfung des Unternehmens keine weitere USt an. Was heißt das jetzt aber für die Rechnung konkret die ein KU schreibt? Da steht dann einfach nur ein Nettobetrag mit Vermerk (inkl. 19% MWSt) oder wie?


    nein, da steht einfach nur ein Betrag ohne irgendeine Steuer oder ein Verweis auf eine Steuer.


    Das irische Unternehmen müsste die USt abführen wenn du kein Kleinunternehmer wärst. Dann müsstest du nämlich den Betrag ohne USt ausweisen und zusätzlich einen Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuldnerschaft "VAT reversed" oder ähnlich auf der Rechnung vermerken. Dies gilt für dich als Kleinunternehmer nicht (§ 13b Abs. 5 Satz 4 UStG).


    Ich weiß nicht wie groß das Unternehmen ist oder wie "dicke" du mit denen bist aber das solltest du abklären bevor du einen Auftrag annimmst.


    @ dorintia: 19, nicht 19b ;)


    Gruß
    Sven

    Die Erwerbsschwelle ist für den Personenkreis des § 1a Abs. 3 Nr. 1 UStG zu prüfen und nicht für regelbesteuernde Unternehmer und selbst dann ist dies kein Freibetrags, sondern eine Freigrenze.


    Zitat

    Muss er auf die 1000€ jetzt noch Umsatzsteuer an das deutsche FA bezahlen oder erst dann wenn er mehr als 12,500€ aus dem EU Land importiert hat? Wir gehen von Kleidung als Erwerbsgut aus.


    auf die 1.000 EUR sind 19 % zu zahlen.


    Gruß
    Sven