Beiträge von ThomasMo

    Hm .. ich bekomme ab und an mal was aus den USA .. das ist dann in USD, und in der Paypal-Übersicht steht dann "Guthaben in USD" und darunter "Guthaben in EUR" - also jetzt nicht umgerechnet, sondern einfach beide Währungen untereinander (z.B. 20 USD + 2 EUR) .. wenn ich damit dann was in EUR bezahle, macht er zuerst die EUR leer und nimmt sich den Rest von den USD (und rechnet da auch erst um) - wenn ich etwas in USD bezahle, macht er es umgekehrt.


    Evtl. lässt sich das ja irgendwo einstellen. Oder Du schickst den Kunden Zahlungsaufforderungen immer in Euro, dann müsste die Währungsumrechnung immer auf deren Seite passieren und Du bekommst immer Euro gutgeschrieben.

    Also .. Zahlungen vom Kunden werden an dem Tag gebucht, an dem sie bei Paypal eintreffen, oder? Demnach ist es egal, wann ich das Geld von Paypal auf mein Bankkonto schiebe, ja? .. ist ja dann eigentlich nur sowas wie eine gewinnneutrale Umbuchung zwischen zwei Bankkonten, wenn ich es richtig verstanden habe ..


    Genau, denn ab dem Moment wo es auf Deinem PayPal Konto ist hast Du die Verfügungsgewalt darüber.


    Zitat

    ... was ist mit Zahlungen in fremder Währung ..? .. die werden bei Paypal ja auch ewig in dieser Währung behalten .. rechne ich das nach Tageskurs an dem Tag um, an dem ich das Geld bekomme ..?


    Echt? Bei mir ist es immer so, dass ich in Euro erhalte, egal wo der Käufer sitzt. Und wenn ich etwas in Fremdwährung zahle rechnet PayPal es während der Zahlung um (leider immer zu schlechten Kursen) und belastet mein Konto in Euro.

    Ich dachte das sei ähnlich wie bei einem EU-Import, denn wenn ich aus dem EU-Ausland eine Ware beziehe muß ich als Empfänger ja auch mit 19 % versteuern, oder?


    Sprich... der Empfänger legt seinem FA die Rechnung vor (Kleinunternehmer in der jährlichen Umsatzsteuererklärung) und muss auf den Rechnungsendbetrag 19% Umsatzsteuer bezahlen. Kompliziert ausgedrückt in §13b UStG.
    (...)
    Also ich meine jetzt auf Nettorechnungen aus dem EU-Ausland, Umsatzsteueridentifikationsnummer ist ja vorhanden... ("Erwerbssteuer" nennt sich das dann wohl...)


    Ja, wenn Du Dir Nettorechnungen aus dem EU-Ausland geben lässt musst Du auf Deine EINKAUFSpreise die 19% abführen, das ist logsich. Die Frage ist, ob die Umsatzsteuer in dem EU-Land, aus dem Du beziehst, so viel höher ist, dass sich der bürokratische Aufwand lohnt oder ob es nicht deutlich einfacher wäre einfach brutto zu kaufen und sich um nichts kümmern zu müssen.


    Aber letztendlich verhält sich das dann in Deinem Fall ja absolut analog beim Lieferanten im EU-Bereich und im nicht-EU-Ausland: In beiden Fällen musst Du als Kleinunternehmer sicherstellen, dass Deine Einkäufe was die Umsatsteuer angeht ordentlich versteuert sind - im Falle der Einkäufe aus dem EU Gebiet über die Umsatzsteuererklärung beim FA, im Falle der Einkäufe aus dem nicht EU Gebiet beim Zoll. So ist die Zuständigkeit. Die Sachen, für die beim Zoll die 19% abgeführt sind, musst Du dann natürlich nicht nochmals beim Finanzamt versteuern.


    PS: Hast Du den Lieferanten schon mal gebeten, die Sendungen korrekt zu deklarieren?

    auch wenn die 19% plus Zoll leicht schmerzen werden!


    Sorry, aber die solltest Du schon die ganze Zeit in Deiner Kalkulation drinnen haben.


    Zitat

    Wie gesagt bei mir sind es jeweils ca. 200-300 USD, in Zukunft möchte ich aber gerne auch größere Order (500-800 USD) tätigen, da ich meinen Lieferanten mittlerweile vertraue...


    Hast Du ihn schon mal um korrekte Deklaration gebeten? Das kann im Falle des Paketverlustes auch für die Versicherung relevant werden wenn die Zolldeklaration wie z. B. bei DHL üblich auf dem Paketschein erfolgt.


    Zitat

    Das Finanzamt schlägt auf meine Einkäufe später ja ohnehin 19% Umsatzsteuer drauf, die ich als Kleinunternehmerin auch nicht als Vorsteuer abziehen kann!


    :confused: :confused: :confused: Wo schlägt das FA die nachher drauf?


    Zitat

    ----> dem Fiskus ensteht insoweit ja auch kein Schaden, denn ob ich die 19% direkt als Einfuhrumsatzsteuer oder später als reguläre Umsatzsteuer zahle sollte dem Staat ja ziemlich egal sein... ok, die Zölle gehen ihm "flöten", aber die Steuer bekommt er so oder so bezahlt...


    Oder mach' ich irgendwo gerade 'nen großen Denkfehler?


    Ja, machst Du, denn als Kleinunternehmer führst Du ja gerade keine 19% auf die Verkäufe ab. Und selbst wenn Du die KU Regelung nicht beanspruchen würdest hättest Du die Einfuhrumsatzsteuer später eben wieder als anrechenbare Vorsteuer, aber korrekt abgeführt werden muss sie trotzdem erst einmal. Zumal die 19% Einfuhrumsatzsteuer das eine sind, aber es gibt ja auch nicht die Zollgebühren in Höhe von idR 4,7% die abgeführt werden müssen.

    Hallo,
    mich würde es intressieren wo ich diese Infos finde was GWG ist und was nicht.


    Ein Plotter für Aufkleber usw wäre in dem Sinne auch ein GWG !?


    Gruß Arto


    Es geht nur nach dem Wert. Natürlich gilt das ganze nur für Betriebsmittel und nicht für Waren, die zum Verkauf bestimmt sind.

    Für die Umsatzsteuererklärung gibt es ein eigenes Formular.


    Wenn Du Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten hast musst Du dem Mantelbogen die Anlage S beifügen. Je nachdem wie Du den Gewinn zu ermitteln hast dann halt entweder noch die Anlage EÜR zur Gewinnermittlung oder eine eigene Gewinnermittlung.

    Ich habe jetzt entschlossen, das Konzept etwas umzugestalten, indem ich die Kunden dazu verpflichte, vor dem Ereignis zahlen zu müssen. Ich weiß, dass ich dadurch einige Stammkunden verlieren werde, aber das möchte ich in Kauf nehmen.


    Stammkunden, mit denen Du gute Erfahrung gemacht hast, musst Du ja nicht zu dem neuen Verfahren zwingen, wenn Du Angst hast, sie dadurch als Kunden zu verlieren. Man kann Stammkunden ja durchaus anders behandeln als Neukunden oder Kunden mit wenig Bestellhistorie.

    Kleiner Tip dazu: Es gibt bei ebay Monatliche Umsatzberichte, auf denen unter anderem die Summe der in einem Monat angefallenen Gebühren aufgeführt ist. Ich nehme das dann einmal am Monatsende als Summe in der Buchführung in die Ausgaben. Das vereinfacht es etwas und sollte genauso gut nachvollziehbar sein.

    Anreisekosten versteckt einkalkulieren würde ich nicht. Da bekommst Du spätestens dann dumme Fragen gestellt, wenn einer Deiner Kunden dich für verschiedenen Standorte anfordert. Ich würde da eher nichts blind einkalkulieren, im Vertrag aber regeln, dass der Kunde die Reisekosten (Bahn oder Flugzeug nach Beleg, Auto nach KM-Pauschale) sowie einen reduzierten Stundensatz für die Anreise (gängig ist hier meine ich halber Stundensatz) trägt.

    Du hast einen per Arbeitsvertrag definierten Jahresurlaub und den rechnest Du im Dreisatz um auf die tatsächlichen Arbeitsmonate.


    Zu dem Thema noch eine Anmerkung: Zumindest bei größeren Firmen wird bei Eintritt grundsätzlich eine sogenannte Urlaubszeoitbescheinigung des alten Arbeitgebers verlangt um zu verhindern, dass Du durch den Wechsel in Summe mehr Jahresurlaub hast als dir zusteht. Der neue Arbeitgeber kürzt den zustehenden Jahresurlaub dann um die vom vorherigen AG zu viel gegebenen Tage.