Beiträge von Alberich

    Steuerrechtlich wird wegen eines einmaligen Verkaufes der Fotos wahrscheinlich nichts passieren.
    Im Sinne der Fluggesellschaft hast du aber sicher eine gewerbliche Verwertung bewirkt, ohne dafür ausreichend zu bezahlen. Ohne Kenntnis der näheren Umstände gehe ich davon aus, dass die Juristen dieses Unternehmens diese Fallgruppen schon erlebt oder durchgespielt haben und du schlechte Karten vor Gericht hättest.
    Es ist immer sinnvoll, bei so einfachen Konstruktionen wie der deinen davon auszugehen, dass die Gegenseite mehr Erfahrung hat und mindestens ebenso klug ist.


    Ich wäre wohl gleich nach der ersten Antwort ausgestiegen. Für so jemanden braucht man keine Toleranz mehr aufbringen.


    Sehe ich auch so.


    @Addromir
    Ich finde nicht, dass man für jeden ... zum Anwalt rennen muss. Meine Erfahrungen mit Anwälten sind - mit einer Ausnahme - grotesk.


    Thomas
    Wie findest du denn deine Fotos? Gibt es Bildersuchmaschinen? Sonst wäre die Suche nach der berühmten Nadel eine Leichtigkeit dagegen.

    Steuerlich sind es Einnahmen aus Gewerbebetrieb bei dem Verwerter der Fotos, aber das steht nach dem Zweck der Frage sowieso nicht zur Debatte.
    Ob es zivilrechtlich eine zulässige Umgehung der vertraglichen Bedingungen der Flugesellschaft ist, kann ohne Kenntnis dieser Bestimmungen nicht beantwortet werden.

    Bei Einnahmen sehe ich kein Problem. Alles ist umsatzsteuerpflichtige Einnahme, es sei denn, ein Beleg qualifiziert es als Einlage.


    Ein Problem ist in den Fällen gegeben, wo Einnahmen mit unterschiedlichen Steuersätzen bzw. Einnahmen ohne Umsatzsteuer sich kräftig durchmischen.


    Ein Problem ergibt sich auch, wenn wegen mehrer Gesellschafter oder aufgrund betriebswirtschaftlicher Gründe eine genaue Einnahmenzuordnung erforderlich ist, aber das sind keine steuerlichen Probleme.


    Riesenläden wie Edeka haben per se Zuordnungsprobleme mit ihren Kreditoren und Debitoren. Die Steuerfrage ist da zweitrangig. Wie man dieses softwaremäßig sauber löst ...

    Ich gebe auch noch meinen Senf hinzu:
    Kannst du USt ausweisen? Sicher kannst du das. Du kannst sogar 190% berechnen.
    Darfst du das? Nein.
    Rechtsfolge?
    Du schuldest die gesamte zu Unrecht ausgewiesene Umsatzsteuer dem Finanzamt 14c II UStG. Dein Kunde hat möglicherweise keinen Vorsteueranspruch ("gesetzlich geschuldete Steuer" 15 I Nr.1 S1).
    Du könntest dich strafbar gemacht haben, denn du versuchst dem Kunden vorzumachen, er hätte einen Vorsteueranspruch. Klappt aber sowieso nicht, denn was Vorsteuer ist, wissen nach meiner Erfahrung alle Unternehmer.

    Von einer Pflicht zur Belegnummerierung ist mir nichts bekannt. Was du meinst, ist die Vorkontierung. Ob es hierzu eine Pflicht gibt, halte ich für fraglich. Maßgebend ist die Wiederauffindbarkeit von Belegen. Ein E/Üler hat hier meiner Ansicht nach keine Probleme.


    Ausgangsrechnungen sind zu nummerieren, damit die Rechnungen lückenlos erfasst werden. Mängel in der Nummerierung könnten ein Grund sein, die Ordnungsmäßigkeit der Kasse in Frage zu stellen (sofern der Geldeingang für die Rechnung über Kasse erfolgt). Die andere (theoretische) Möglichkeit ist die Versagung des Vorsteueranspruchs. Dass ein Prüfer mit nichtordnungsgemäßer Nummerierung zum Rechnungsempfänger gelaufen ist und dem die Vorsteuer aberkannt hat, davon habe ich bisher noch nicht gehört. Eine Betriebsprüferin meckerte, hat aber nichts weiter unternommen, als ein Kunde die Ausgangsrechnungen mit Jahr, Monat, Tag und fortlaufend nummerierte. Auf diese Art und Weise könnte man ganze Tage auslassen oder die letzten Nummern eines Tages. Unrecht hatte die Prüferin nicht.
    Die anderen hier vorgestellten Nummerierungssysteme machen einen besseren Eindruck, lassen dieses Problem nicht zu, soweit ich das erkennen konnte.

    Ich habe eine Frage zu einer hochspezialisierten Thematik gestellt, und erwarte Antworten von Leuten, die mit dieser Thematik vertraut sind, und darüber explizit etwas aussagen können. Das sind gewöhnlich Leute, die eine Grundstücksgemeinschaft schonmal bearbeitet haben.
    Ich wollte höflich sein dir gegenüber, Fitheach, eigentlich hätte ich antworten sollen:
    Es geht nicht um eine von dir nicht verstandene Frage. Es geht um eine von dir nicht verstandene Thematik. Ich kann dich in die Thematik aber nicht in diesem Forum einarbeiten. Also lese dich schlau, wenn du antworten willst. Stattdessen machst du mir Vorwürfe und antwortest, dass Ausgaben für Vermietung und Verpachtung dem Abflussprinzip unterliegen.
    Bei solchen Antworten weiß ich nie, ob mich jemand auf den Arm nehmen will, oder wirklich glaubt, er sagt mir etwas Neues.


    Doch, es ist mir überraschenderweise bekannt, dass Einnahmen und Ausgaben bei Vermietung gemäß dem Zu- und Abflussprinzip des §11 EStG unterliegen.
    Ich weiß das, Sachbearbeiter und Rechtsbehelfsstelle wissen das und die BFH-Richter wissen das auch. Alle Allgemeinplätzchen in dieser Richtung erhellen das Thema nicht.


    Also nochmal:
    Du, und das gilt für Eugenie ebenso, kennst nicht die Problematik der Grundstücksgemeinschaften und nicht die Problematik der Rückstellungen und wie die Finanzverwaltung das Urteil liest.
    Noch weniger kennt ihr deshalb die Thematik der Auflösung von Rückstellungen. Euch die gesamte Problematik von Anfang an darzustellen, ist mir zu viel, deswegen hoffe ich auf Antworten von Leuten, die diese Probleme bereits mit der Finanzverwaltung hatten und diese gelöst haben.


    Sach- und Rechtsthematik sind mir klar, und der Finanzverwaltung klar. Euch nicht, und da ihr euch da nicht einlesen könnt oder wollt, bitte ich einfach, den Leuten den Vortritt zu überlassen, die kundig sind.



    Ich danke erstmal all denjenigen, die meine Frage gelesen, der Thematik ebenfalls nicht kundig sind, und sich eine Antwort verkniffen haben.


    Und Ergänzungen all derjenigen, die sich besser auskennen als ich, sind nach wie vor erwünscht.

    Wenn du nur Allgemeinplätze und seltsame Vorwürfe hervorzubringen hast, dann halte dich bitte heraus. Es sind nur ernstgemeinte Beiträge erwünscht und kein künstliches Gezänk.

    Du hast ihn schon richtig verstanden. Und schließt dich meiner Meinung sogar an.
    Ich warte ja nur auf eine Meinung, die dem entgegensteht. Aber da sieht wohl keiner außer dem Sachbearbeiter des Finanzamtes etwas.

    Es ist nur die Frage, wie Rückstellungen zu behandeln sind. Wenn sie
    (wohnungswirtschaftlich korrekt als Ausgabe behandelt) abgezogen werden, dann müsste ihre Auflösung (durch Verbrauch) logischerweise als Aufwand erfasst werden. Da wohnungswirtschaftlich im Verbrauchsmoment kein doppelter Ansatz als Aufwand anzunehmen ist. Das ist mein Standpunkt, mit dem die Finanzverwaltung Kummer hat.

    Für Gebäude, deren Eigentum auf mehrere Eigentümer verteilt ist, werden Rückstellungen für zu erwartetende Kosten gebildet. Die Erhaltungsmaßnahmen sind in der Regel bereits genaus nach Art und wahrscheinlicher Höhe erfasst.
    Nach einem BFH-Urteil sind die Rückstellungen nicht Bestandteil des Aufwands und müssen rausgerechnet werden. Was aber, wenn sie aufgelöst werden?


    Gruß

    Hallo Dorintia,


    ich bin nur von einnahmeerzielenden Handlungen ausgegangen, du bereits von vorbereitenden Tätigkeiten. Hmm. Da ist schon was dran.
    Aber. Wenn du den Rückkehrschluss aus deiner Logik ziehst, dann macht uns die Katalogbestellung bereits zu Gewerbetreibenden. caipi
    Das wollen wir nicht hoffen. :rolleyes:


    Jetzt wird folgendes BFH-Urteil verständlicher:
    Eine einmalige Handlung stellt keine nachhaltige Betätigung dar, wenn sie nicht weitere Tätigkeiten (zumindest Dulden, Unterlassen) auslöst. >Wiederholungsabsicht ESTH H15.2
    Ich würde das so verstehen: Ist die erste Einnahmehandlung abgeschlossen, und der Steuerpflichtige beseitigt nicht die Möglichkeit, weitere Einnahmen zu erzielen, handelt er schon nachhaltig.


    Gruß Alberich