Beiträge von copy

    Hallo zusammen. Ich hätte da ein paar Fragen zu dem Thema Selbstständigkeit und Private Krankenversicherung

    Ab wann muss ich genau wechseln? Und wie wird der Beitrag genau berechnet?`


    Falls mit "wechseln" der Wechsel von der gesetzlichen in die private KV gemeint ist: Du musst überhaupt nicht wechseln, du kannst auch freiwillig gesetzlich versichert sein. Der Zeitpunkt ist der, an dem Deine vorherige Versicherung endet.


    Der Beitrag wird bei den Privaten nicht nach dem Einkommen, sondern nach Geschlecht, Alter, Risiko, Vorerkrankungen usw. berechnet, da gibt es keine pauschale Formel.

    1) Du müsstest dich dann als Freiberufler abmelden und ein Gewerbe anmelden; sinnvoller ist es, das Gewerbe zusätzlich anzumelden. Dann bleiben für die freiberufliche Tätigkeit auch die Vorteile bestehen, keine Gewerbesteuer, EÜR usw.


    Du musst allerdings darauf achten, beides konsequent zu trennen. Also getrennte Buchführung, getrennte Rechnungsstellung, zwei Rechnungsnummernkreise etc.


    2a) Gewerbe bedeutet auch Gewerbemüll, IHK, Genehmigung des Vermieters (falls in der Mietwohnung ausgeübt), Verpackungsverordnung.


    2b) Generell etwas höher, würde ich sagen. Siehe 2a. Ansonsten ist das natürlich auch umsatzabhängig.


    3) Siehe https://www.karlsruhe.ihk.de/u…trag/Mitglied_HWK/2451520

    • Als Kleinunternehmer darf ich einen Umsatz von 17.500€ nicht überschreiten


    Ja. Und alles, was du einnimmst*, zählt zu deinem Umsatz. Da nützen solche Spielereien mit der Rechnung leider nichts - da steht ein (vom Kunden zu zahlender) Endbetrag drauf und den nimmst du ein. Das ist dein Umsatz aus dieser Rechnung.


    copy


    *Ausnahmen gibt es nur bei Verkäufen von Anlagevermögen, Zinsen, Versicherungsprämien ...


    Davon, dass das Finanzamt im Folgejahr Einkommensteuern als Vorauszahlung haben will, darfst du ausgehen.


    Welche Freibeträge sind denn gemeint?


    Freiberufler bezahlen keine Gewerbesteuer, richtig – dafür zahlst du dann entsprechend höhere Einkommensteuer (die bei den Gewerbetreibenden ja mit der Gewerbesteuer verrechnet wird, zumindest tw.

    Im Internet gibt es da diverse Möglichkeiten von Fernstudium bis Weiterbildung. Aber was braucht man wirklich und wie bekommt man einen schnellen Berufseinstieg?


    Einen schnellen gar nicht. Es ist ein himmelweiter Unterschied "Bildbearbeitung" als Hobby zu machen oder das als Beruf jeden Tag zu tun. Es gibt tatsächlich Grafiker, die nichts anderes machen als Bildbearbeitung, denn das ist nur ein sehr kleiner Teil dessen, was ein professioneller Grafiker können muss, aber die sind entweder sehr frustriert davon, weil sie zum Beispiel Tausende Produktfotos unter Zeitdruck bearbeiten und aufbereiten müssen, das ist Fließbandarbeit. Oder sie sind sehr erfahren und sehr spezialisiert, etwa auf Post Production und high-end-Retuschen.


    Was im Internet an "Fernstudien" angeboten wird (etwa von Anbietern, bei denen man auch "Feng Shui Berater" werden kann), ist in der Praxis leider wertlos. Der Einstieg erfolgt entweder über ein Präsenzstudium – der ständige Austausch mit anderen, Dozenten wie Mitstudierenden ist bei einem solchen Studium unerlässlich, oder über eine Ausbildung, z.B. als Mediengestalter. Notfalls noch über eine schulische Ausbildung, wobei inzwischen ein Überangebot an hoffnungsfrohen jungen Kommunikations-, Grafik- etc. Designern besteht, die dann anschließend auf Jobsuche gehen.


    Und Weiterbildung bedeutet immer, dass auf einer Grundlage aufgebaut werden kann. Und Hobby ist leider keine Grundlage.


    copy

    Ich habe auch noch von keinem verhungerten Grafiker in Berlin gehört... Jammern gehört zum Handwerk. Oder so. :P


    Also lass dich nicht verrückt machen :)


    Ich bin zum Glück weder Grafiker noch gehöre ich zum Berliner Kreativprekariat, aber dein (Werbe)Link bestätigt ja im Grunde nur, was bisher gesagt wurde. Die 'Ausbildungen' zum Grafikdesigner sind keine, weil Grafikdesigner eben kein Lehrberuf ist – auf der Website steht dann auch

    "Ausbildungsgehalt Grafikdesigner

    1. Ausbildungsjahr: unvergütet
    2. Ausbildungsjahr: unvergütet
    3. Ausbildungsjahr: unvergütet"


    und wer drei Jahre nicht nur nichts verdient, sondern für seine 'Ausbildung' auch noch bezahlt hat, kann sich dann auf ein 'tolles' Gehalt freuen:


    "Einstiegsgehalt

    1500 bis 2250 Euro (Brutto)"


    Sensationell : (


    Also wer das wirklich will, sollte sich einen bezahlten Ausbildungsplatz als Mediengestalter suchen und dann ggf. ein Studium draufsatteln. Und nicht unbedingt auf Berlin fixiert sein.


    copy

    "Also lohnt es sich noch eine Ausbildung in die Richtung Grafiker zu machen? :/

    Sie sagen gerade in Berlin ist das nicht mehr zu raten, aber ich finde den Beruf eigentlich echt schön?(


    Grafiker ist eigentlich kein Ausbildungsberuf, die 'Ausbildungen' die es da gibt, sind eher schulisch und kosten und sind von sehr unterschiedlicher Qualität.. Ein grafischer Ausbildungsberuf ist der Mediengestalter – aber ehrlich gesagt gibt es die wie Sand am Meer und Berlin ist und bleibt das ökonomische Schwarze Loch und die Gehälter sind unter aller Kanone, egal ob Print oder Web.

    Zu irgendwelchen Online-Steuerberatern kann ich nichts sagen, kenne ich nicht. Meiner (habe vorher meiner Steuersachen jahrelang selbst gemacht) hat ein Büro, mit dem kann ich mich treffen. Ich möchte das nicht missen, die Ausgabe für ihn ist ja eh eine Betriebsausgabe,


    Ja, du kannst natürlich Deine Vorsteuer verrechnen. Und ja, selbstverständlich musst du die Umsatzsteuer jetzt ausweisen (und einnehmen, anmelden, abführen)! Dafür brauchst du keine Bestätigung (sofern du überhaupt eine bekommst), du bist umsatzsteuerpflichtig und fertig.


    copy


    Informier dich doch einfach mal, wofür man die USt-Id wirklich braucht. Mit der Forensuche findest du zig Beiträge zu dem Thema. ebenso mit Google. Z.B. da: https://de.wikipedia.org/wiki/…uer-Identifikationsnummer


    Ja.


    Nimm doch mal die Dramatik ("flau im Magen", "reingeritten") raus. Für die zwei Monate die USt. nachzuzahlen, ist nun sicher keine Katastrophe.


    Du musst nichts "zurück"zahlen, sondern die Umsatzsteuer, die du seit dem 1.1. von deinen Kunden hättest einnehmen müssen und dem Finanzamt seitdem schuldest, ans Finanzamt zahlen. Und ja, davon ist auszugehen, Finanzämter lassen sich bei der USt kaum auf Ratenzahlungen ein.


    Wofür brauchst du denn Beratung? Die Fakten liegen doch alle auf dem Tisch. Der Ansprechpartner bei Steuerfragen ist immer der Steuerberater. Den musst du aber auch bezahlen.


    copy

    Danke für deine Antwort,

    und was mache ich jetzt?


    Brief an das Finanzamt, dass ich die Umsatzgrenze überschreite und zur Regelbesteuerung wechseln muss? USt-IdNr. beantragen?

    Und dann die Umsatzsteuer für alle Rechnungen seit dem 1.1. 2017 nachzahlen?


    - Brief ans FA

    - Wozu, denkst du, brauchst du eine USt-Id? Betreibst du innengemeinschaftlichen Handel?

    - Über das ELSTER OnlinePortal ein Elster-Zertifikat besorgen (UStVA geht nur noch online)

    - Umsatzsteuervoranmeldung machen (künftig monatlich, bis zum 10. des Folgemonats

    - geschuldete USt bezahlen


    Ausführlicher:

    https://debitoor.de/funktionen…-umsatzsteuervoranmeldung


    copy

    Was tun? Ich weiß ich bin ein riesen Dödel weil ich mich nicht darum gekümmert habe, soll keine Ausrede sein aber ich habe jeden Tag 10-11 Stunden 6 Tage die Woche gearbeitet und wirklich erst vor kurzem die ganzen Umsätze zusammengerechnet. Das wird das Finanzamt aber wohl kaum interessieren.


    Also was tun? Wenn ich jetzt auf einmal die ganze Umsatzsteuer fürs letzte Jahr und dieses Jahr nachzahlen muss bin ich bankrott.


    Entspann dich. Wenn nicht absehbar war, dass du die Umsatzgrenze (17.500 Euro für volle 12 Monate, unterjährig anteilig) in 2016 überschreitest, hast du für letztes Jahr nichts zu befürchten.


    Seit dem 1.1.2017 bist du allerdings umsatzsteuerpflichtig.


    copy

    Sind damit nur Betriebsausgaben die direkt in den Betrieb fließen gemeint oder kann ich auch, sagen wir, eine Flasche Wein kaufen und diese dem Kunden verkaufen und die dann auch als Ausgabe geltend machen?


    Edit: Konkret lege ich einem Kunden ein Office 2016 Paket aus welches ich aus bei einem Internethändler kaufe. Dann installiere ich es beim Kunden und berechne ihm meine Dienstleitung plus das Office 2016. In der EKS Erklärung gebe ich nun als Einnahme Dienstleitung plus Office 216 an, denn das steht beim Kunden auf der Rechnung und als Ausgabe das Office 2016 an, ist das so korrekt?


    Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind.


    Und was hat dein Edit noch mit der Flasche Wein zu tun?


    Ist das denn so ohne weiteres möglich, wenn alle anderen ebenfalls ein Gewerbe haben?


    Ja.


    Zitat

    Ohne müsste ich die anderen bei mir feste einstellen, damit sie von mir bzw von dem Projekt Geld erhalten können?


    Nein.


    Zitat

    Unser Dozent möchte auch Geld haben, allerdings weißen wir, da es ein kleinerer Betrag ist, keine Umsatzsteuer aus.


    Mit dem einzelnen Rechnungsbetrag hat das nichts zu tun – entweder Kleinunternehmerregelung -> dann NIE Umsatzsteuer ausweisen oder regelbesteuert -> dann IMMER Umsatzsteuer ausweisen.


    Zitat

    Er möchte also nun das Geld quasi in Bar haben, da er zwar auch ein Gewerbe hat, allerdings kein Kleingewerbe.


    Hä?


    Zitat

    Er möchte nun das Geld ohne Rechnung haben, da er sonst die Umsatzsteuer zahlen müsste, da wir diese ja vom Kunden nicht eingefordert haben.


    Wenn er euch eine Rechnung stellt und er regelbesteuert ist, weist er die Umsatzsteuer aus, die bezahlt ihr, er führt sie nur ans Finanzamt ab.


    copy

    Hallo Copy,


    Ich habe eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen ''3Jahre'' (...)


    Vorkenntnisse Habe ich nicht deswegen frage ich ja hier nach.


    Kaufmännische Vorkenntnisse solltest du ja nach der Ausbildung sehr wohl haben, hast also schon mal einen Business für dein Unternehmen gemacht, oder?


    Falls nicht, mach einen: Potentielle Kunden, Konkurrenzsituation, Bedarfsanalyse, Mietkosten, Personalkosten, Produktpreis, Steuern, Grundkapital, effektiver Umsatz, nötige Gewinnspanne usw. – das sind ja alles Dinge, die dir vertraut sind.


    Wenn Kapital keine Rolle spielt, würde ich einen Gründungs- und einen Steuerberater empfehlen. In die Thematiken musst du dich trotzdem einarbeiten, sonst kannst du die Leute ja nicht kontrollieren.


    Ansonsten schau dich bei dir in der Gegend nach Gründerseminaren um, die Wirtschaftsförderung, IHK, VHS sind immer gute Anlaufstellen.


    Kennst du diesen Thread: http://www.shisha-forum.de/all…en-was-muss-man-beachten/


    Schau dir die Beiträge von "Patchyfog" und "Alhovic" an, die geben dir einen Überblick, auf was du achten musst.


    Auf konkrete (!) Fragen antworten wir dir auch gerne, aber den großen Rundumschlag können wir hier nicht immer wieder machen.


    copy

    Hallo horst ,


    deine Fragen sind alle seeeehr allgemein formuliert, eine Frage wie 'was muss ich alles wissen' kann hier unmöglich jemand im Rahmen des Forums beantworten. Da kämen Bücher zusammen.


    Geht's um einen reinen Shop oder eine Shisha-Bar? Und wieviel Kapital hast du zur Verfügung? Wie steht's um deine kaufmännischen Kenntnisse, woher weisst du, das ein Shop da wo du wohnst ein Marktpotential hat? Und wie sieht's mit dem Thema Recht und Steuern aus, irgendwelche Vorkenntnisse?


    copy

    [FONT=Arial]
    1. Auch wenn ich kein �19 anwende kann ich E�R machen wenn ich unter den Umsatz/Gewinngrenzen bleibe richtig?


    Ja.


    Zitat

    2. Welches BuFu-Programm empfiehlt sich? Hatte an Lexware oder Wiso gedacht. Gerne sollten Schnittstellen f�r Datev/Elster/Sepa vorhanden sein, onlinebanking w�re auch vorteilhaft.


    Kann ich nichts zu sagen, benutze kein so umfangreiches Programm


    Zitat

    3. Einsch�tzung Umsatz - da keine Vergleichswerte hab ich keine Ahnung was ich da eintragen soll...wonach habt ihr euch da gerichtet?


    Nach meinem Businessplan. Du wirst ja mal durchgerechnet haben, wieviel Gewinn du aus wieviel Umsatz machen willst und in deinem Fall maximal machen darfst (der KV wegen).


    Zitat

    4. Es besteht schon ein PC im haushalt w�rde aber lieber Privat von Betrieb trennen da und einen seperarten Laptop anschaffen auf dem auch nur f�rs Gewerbe n�tige Programme, Schriftverkehr gef�hrt wird, macht das Sinn?


    Wenn man das trennen will, weil's eben übersichtlicher ist, macht das Sinn. Offensichtlich. Beim Laptop dann das Thema Abschreibung beachten.


    Zitat

    5. Da ich gerade f�r Onlineshop einiges an Verpackungen und Versand aufwenden muss..was muss ich da beachten? Gibts da vl Abos, Verg�nstigungen etc f�r Einzelunternhemer?


    Beachten musst du die Verpackungsverordnung, gibt dazu einige Threads hier. Findest du sicher mit der Suche.


    Zitat

    6. Es werden auch Verk�ufe ins Ausland anfallen (zB CH) was muss ich da beachten steuerlich sowie auch in Bezug auf Ausfuhr etc - bisher wei� ich nur das ich eine USt-ID ben�Tiger


    Auch hier hilft die Suche weiter, ggf. noch mal konkrete Fragen stellen.


    Zitat

    7. Ich muss meinen Ehemann ja mit im FA-Formular angeben...warum und was hat das für Auswirkungen? Inwiefern sind sein Einkommen, Steuer etc für MEIN Einzelunternehmen relevant?


    Hat neffe ja schon beantwortet.


    Ach, und:


    Zitat

    Kosten f�r Internet und Strom werden pauschalisiert (50%) abgesetzt


    50% von was? 50% des Stromverbrauchs für die Wohnung in deren Wohnzimmer du eine Büroecke hast? Da wirst du auf Granit beissen. ;)



    Kennt sich vl jmd mit der Konstellation aus und kann mir Tips geben zu den Punkten 3 und 7.1??


    Was sind denn deine konkrete Fragen? Da ist nach der voraussichtlichen Höhe deiner Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb gefragt (das hat mit der Grenzgängertätigkeit deines Mannes ja nichts zu tun) und nach der voraussichtlichen Höhe deiner Sonderausgaben und Steuerabzugsbeträge.


    Was die Sonderausgaben angeht, guck in euren letzten Steuerbescheid und Steuerabzugsbeträge wären zum Beispiel die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag oder die Kirchensteuer.


    Zitat

    Und ist es sinnvoll alle Steuererstattungen über das Geschäftskonto laufen zu lassen?


    Wie soll man die Frage beantworten? Willst du die Steuererstattungen lieber auf dem Geschäfts- oder einem Privatkonto haben? Je nachdem ist das sinnvoll oder nicht.


    Zitat

    Und da noch kein Geschäftstelefon oder Handy sowie webside, email besteht, kann ich das einfach frei lassen bei 2.1?


    Nein, du gibst da die Telefonnummer/E-Mail an, unter der dich das Finanzamt für Rückfragen erreichen kann. Die Adresse lässt du ja auch nicht frei.


    copy