Beiträge von guter_plan

    Du kannst es versuchen - verpflichtet ist niemand, die korrigierte Rechnung zu bezahlen.


    Ein Beinbruch ist es aber auch nicht, wenn mir die Messe als Aussteller gefallen hätte, würde ich es bezahlen. Bleibt sich ja Jacke wie Hose, vorher habe ich 100,- € netto bezahlt, jetzt zahle ich immer noch 100,- € netto plus 19,- € USt. Krieg ich ja wieder ...


    Ist halt ein bisschen Aufwand in der Buchhaltung, aber das sollte zu verkraften sein.


    Grüße, guter_plan

    Hey,


    ich frage mich gerade, wie in einem steuerbefreiten Verein Zuwendungen besteuert werden, für die kein Zuwendungsbescheid ausgestellt werden darf.


    Zum einen gibt es dort Bußgelder ... das Amtsgericht verhängt ein Bußgeld zur Zahlung an einen Verein. Für die Zahlung darf der Verein natürlich keinen Zuwendungsbescheid ausstellen. Trotzdem ist der Zufluss für den Verein steuerfrei.


    Wenn Person A eine Dienstleistung erbringt und sagt "Spendet dafür Geld an Verein B.", dann darf Verein B dafür ebenso wenig einen Zuwendungsbescheid ausstellen, denn das ist nur erlaubt, wenn die Zuwendung ohne Gegenleistung (des Vereins oder dritten) erfolgt. [In der Theorie weiß der Verein B natürlich gar nicht, dass für Zuwendung Z eine Dienstleistung von einem Dritten erbracht worden ist ... aber wir wollen das ja alles schön sauber halten.] Ist der Zufluss für den Verein trotzdem steuerfrei? Er kann ja quasi "nichts dafür", dass Person A eine Dienstleistung erbracht hat.


    Grüße, der gute Plan

    Hey,


    mal angenommen, Person G (selbstständig) verdient zu viel. ;) Person G sagt sich nun: "Ich will eigentlich nur Summe X verdienen und den Rest einem guten Zweck zuführen." Wenn Person G nun Geld spendet, darf sie dieses nur bis 20 % ihrer Einkünfte absetzen. In der frei erfundenen Wirklichkeit spendet Person G aber ca. 60 % und würde lieber 70 % spenden, statt 2 / 3 der 60 % noch zu versteuern ...


    G hat überlegt, ob sie ihre GmbH einfach in eine gGmbH umwandelt, sich ihr Gehalt auszahlt und mit dem Rest einfach gutes tut. Das geht natürlich nicht, weil G ihre wirtschaftliche Tätigkeit (völlig themenfremd zum mildtätigen Zweck der gGmbH) nicht in der gGmbH ausführen darf.


    Nun überlegt G, ob sie ihre GmbH an eine gGmbH spendet. G könnte dann mit der GmbH Gewinne erzielen, sich ihr Gehalt auszahlen lassen und der Rest würde als Kapitalertrag der gGmbH gehören. So wie ich das verstehe, wäre hier aber Kapitalertragssteuer zu zahlen, weil die Kapitalerträge in einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb anfallen und die Abstandnahme von Steuerabzug nach §44 (4) Satz 1 1 durch Satz 5 ausgeschlossen wären.


    Selbst wenn nicht, würde sich die Ausschüttung an die gGmbh steuerneutral verhalten und müsste in der GmbH mit Körperschafts- und Gewerbesteuer versteuert werden, oder?


    Gibt es schlüssigere Lösungen, Geld, welches man nicht haben will, nicht versteuern zu müssen?


    Grüße, der gute Plan ...

    Hey Alex,


    danke für deine Antwort. Es spricht natürlich nichts gegen eine Kooperation, ausser, dass es natürlich zusätzliche Kosten und Komplexität schafft. ;-) Zum Beispiel die Frage: Muss der Steuerpflichtige dann direkt mit dem Steuerberater einen Vertrag machen oder kann ich als Vermittler dem Steuerpflichtigen eine Rechnung stellen und intern mit dem Steuerberater abrechnen?


    Die Idee wäre, die Zuordnung automatisiert machen zu lassen und bei jedem Fehlschlag einen Steuerberater einzuschalten und die automatische Zuordnung entsprechend zu korrigieren.


    Frage wäre also: Darf ich steuerliche Vorbehaltsaufgaben erbringen, wenn ich diese selber von einem angestellten oder beauftragten Steuerberater erbringen lasse.


    Grüße, der gute plan

    Hey,


    ich bin mir nicht sicher, ob der folgende Sachverhalt schon eine Vorbehaltsaufgabe der Steuerberater ist:


    Als Dienstleistung zieht Unternehmen U für seine Kunden (Arbeitgeber A) die Lohnsteuer-Daten von A's Mitarbeitern aus deren DATEV, erstellt daraus für jeden Mitarbeiter eine Einkommensteuer-Erklärung und sendet diese an das Finanzamt. In einem späteren Schritt lässt U evtl. jeden Angestellten über einen personalisierten Login noch zusätzliche Felder ausfüllen und gibt dazu entsprechende Hilfestellung an. (Bspw.: Sie finden diese Angabe unterstrichen auf Benachrichtigung XY Ihrer Krankenkasse auf Seite zwei in der Mitte.)


    Das ganze läuft voll automatisiert ab und beinhaltet weiter keinerlei Beratung. Vielleicht § 6 (3) "Das Verbot des § 5 gilt nicht für ... 3. die Durchführung mechanischer Arbeitsgänge bei der Führung von Büchern und Aufzeichnungen, die für die Besteuerung von Bedeutung sind". Alternativ wïäre natürlich die Erfassung der Daten als Dienstleistung möglich und die steuerliche Betrachtung und Absendung durch einen Steuerberater in Kooperation. Was meint ihr?


    Grüße, der gute plan

    Hey,


    kann ein Gesellschafter einer GmbH eine Art unbegrenzte Übernahme der Haftung ausstellen? Die GmbH A wäre vermögenslos, hätte aber auch keine ersichtlichen Verbindlichkeiten mehr. Eine Löschung von Amts wegen würde in Betracht gezogen.


    Um aber eine Überschuldung auf jeden Fall zu vermeiden, wollte der Gesellschafter der vermögenslosen GmbH A alle eventuell noch auflaufenden Rechnungen (Amtsgericht, IHK) selber bezahlen.


    Ein Darlehn mit Rangrücktritt würde ja auch keine Überschuldung begründen, aber gleichzeitig auch nicht die einfache Löschung der GmbH erlauben, weil ja das nicht genutzte Geld des Darlehns liquidiert werden müsste.


    Grüße, der gute Plan

    Die betriebliche Notwendigkeit ist ja erstmal unabhängig vom Ergebnis. Wenn ich ein Vorstellungsgespräch führe und den Bewerber nicht einstelle, setze ich ja trotzdem alles als Betriebskosten ab. ;-) Wenn hinfahren und gucken betrieblich veranlasst war, sind es auch Betriebskosten ...


    Grüße, der gute Plan

    Hey,


    ich bin Freiberufler (noch, mal sehen, was bei der ersten Betriebsprüfung kommt 8) ) und werde nun mit einem Bekannten zusammen einen Auftrag ausführen. Wir haben ja grob zwei Möglichkeiten:


    1) Einer nimmt den Auftrag an, stellt die Rechnung und beauftragt wiederum den anderen und bezahlt dessen Hälfte auf Rechnung.


    2) Beide gründen eine GbR, entweder auf Dauer (für Folgeaufträge) oder zeitlich begrenzt, für den einen Auftrag.


    Ich denke 2) ist interessanter, damit sich die Haftung fair verteilt, sonst stünde ja der erste erstmal alleine da.


    GbR gründen ist ja kein Problem. Wir würden, auch wenn nicht erforderlich, einen schriftlichen Vertrag machen und die zeitliche Begrenzung so wie eine 50/50 Aufteilung des Gewinns vereinbaren. Dann schicken wir den Gesellschaftsvertrag mit Kopien unserer Ausweise und nem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung an das Finanzamt und erhalten eine Steuernummer. Nur folgende Fragen sind noch offen:


    1) Nun löst sich die GbR - wie vereinbart - nach sechs Monaten wieder auf. Senden wir dann für die GbR einfach EÜR, Gewerbe- und Umsatzsteuer-Erklärung (wie normalerweise zum Jahresende) und melden sie damit beim FA ab? Oder erklärt eine abgelaufene GbR trotzdem erst zum Jahresende?


    2) Stören die Banken sich an zeitlich begrenzten GbRs? Ein eigenes Konto wäre ja schon chic.


    3) Wir würden bei Auflösung der GbR das Guthaben unter uns aufteilen und dafür jeder eine Feststellung vom FA bekommen, oder?


    4) Kann ich meine Einkünfte aus der GbR als Freiberufler versteuern obwohl er ein Gewerbe betreibt? Also grob: kann eine GbR eine Mischform sein?


    Grüße, der gute_plan

    hey,


    mal rein hypothetisch A hat eine GmbH. Die lief zwei Jahre gut, hat aber beide Jahre Verluste gemacht. Jetzt ist sie vermögenslos. Das ist eigentlich kein Problem, denn die einzigen Verbindlichkeiten bestehen noch gegen den alleinigen Gesellschafter (der auch GF ist), der natürlich großzügig auf sein Geld verzichten würde. ;)


    Nun will die GmbH sich gerne schnell und möglichst sorglos auflösen. Sie hat keine Lust auf Sperrjahr und nochmal zwei Jahresabschlüsse mehr, denn es gibt ja keine Verbindlichkeiten und kein Geld mehr ...


    Was einem in den Sinn kommen könnte, ist, dass eine Löschung von Amts wegen Sinn machen könnte. Wie liefe sowas ab? Müsste die IHK B oder die Steuerbehörde C dem Amtsgericht das stecken, oder stellt A Insolvenzantrag?


    Wie wäre denn der Ablauf bis das Verfahren mangels Masse abgelehnt und die Löschung von Amts wegen vorgenommen wird?


    Grüße, der gute Plan

    Hi,


    ich habe ja eine relativ frische GmbH und bekomme mit der natürlich noch keine Kreditkarte mit vernünftigem Limit.


    Kann ich Rechnungen der GmbH mit meiner privaten Kreditkarte zahlen und mir das Geld dann aus der Kasse zurückholen? Müsste dann ja im Prinzip ein kleines Gesellschafter-Darlehn sein, oder?


    Kommt es nicht häufiger vor, das die Mitarbeiter mit Reisekosten in Vorleistung gehen und diese dann auf Reisekostenabrechnung von der Firma erstattet kriegen? Oder ist das wieder ein spezieller Fall?


    Grüße

    Der Mensch wächst mit der Summe seiner Erfahrungen, wie es so schön heißt... Tu es als Lehrgeld ab!


    Hab ich.


    Allgemeine Frage: Diese 20 € können doch, mit vorhandenem Beleg, als betriebsbedingte Ausgabe gebucht werden, oder?


    Bei mir werden die direkt am Ende des Monats unter dem Punkt "Kontoführungskosten" auf dem Kontoauszug mit ausgezeichnet, also werde ich die auch damit als Ausgabe buchen.


    Grüße

    Noch eine kleine Frage ... wenn ich einer Überweisung einen falschen Betreff gebe (ich schreibe z.B. "Vorschuss" wobei es eigentlich eine Abschlagszahlung war), schreib ich das einfach auf dem Kontoauszug dazu und buche das richtig oder muss ich da irgendwas anderes machen?


    Grüße

    Ja, das war ja mein Problem, ich hatte die ersten vier Monate Kontoauszüge (wenige Bewegungen, Betrieb startete erst im fünften Monat) aus Versehen mit meinen privaten entsorgt. (Schande über mich.)


    Naja ... nun hab ich 20,- auf den Tisch gelegt für vier kleine Zettelchen, auf denen ausser Kontoführungsgebühren nicht viel drauf steht *grmbl*


    Nun bin ich schlauer ...

    Hi,


    ich stehe gerade ein bisschen neben mir. :-) Ich bilanziere gerade so vor mich hin und sehe eine Zahlung zu 100,- an das Amtsgericht.


    Nun habe ich dafür eine Rechnung (Datum b) und eine Barauszahlung auf dem Bankkonto (Datum a), ich bin mit dem Geld zum Amtsgericht gedackelt und habe das bar beglichen. Mein Problem: die Barauszahlung (und anschließende Begleichung beim Amtsgericht) war VOR der Rechnungsstellung. (DAS nenne ich mal einen zahlungswilligen Kunden :-D )


    Buche ich das nun einfach mit Datum b und der Belegnummer der Rechnung des Amtsgerichts? Oder muss ich die 100,- auf dem Kontoauszug rechtfertigen?


    Wie verhält sich das allgemein mit Angaben auf dem Kontoauszug, wenn dafür noch andere Belege vorliegen? Prüft der Buchprüfer später auch die einzelnen Kontoauszüge durch?


    Grüße, der gute Plan (heute völlig ohne Plan)


    PS: Macht das Sinn bei so wenigen Prefixen eine Auswahl vorauszusezten? Das Prefix Bilanz ist nicht dabei :-)

    Hi,


    danke für die Bestätigung. :-)


    Klar soll die Gesellschaft auch Gewinne machen, aber den Mehrgewinn müsste ich bei der PersGes. ja auch gewerbe- und einkommens-versteuert werden.


    Das ich Geld in der KapGes. ansparen kann, auch für schlechtere Zeiten, muss ich halt mit 15% erkaufen. :-) Wenn ich mir das Geld später als Gehalt auszahle, mindert das ja wieder das Ergebnis und ich kriege die 15% rechnerisch wieder. :-)


    Grüße