Beiträge von OBI-Wahn

    kann ich nur empfehlen, habe sie auch im einsatz :)


    Ja, die Software ist grds. nicht schlecht.


    Momentan fehlt allerdings noch eine POS-Kassensoftware (was sich allerdings angeblich diesen Monat ändern soll) und das Rechnungsformular kann nicht (!) geändert und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Irgendwann soll dies aber möglich sein.


    Gerade letzteres ist eine absolute Katastrophe für viele Anwender. Wen's nicht stört, der bekommt aber ein gutes Stück Software.


    Wenn ich einfach nur Gewerbe anmelde und nur nach "Auftrag" arbeite und unter dem bestimmten Einkommen bleibe hab ich doch nix an Steuern am Hals oder??? Wie bei einem 400 Euro Job...


    Das eine ist ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis (gemeint ist der 400€-Job), das andere unabhängig von den Gewinnen ein Gewerbe mit all seinen Verpflichtungen!


    Bis ca. 5.400 € musst du keine Gewerbesteuer bezahlen, du kannst dich als sog. Kleinunternehmer von den umsatzsteuerlichen Pflichten befreien (lassen), die Leistung der Einkommenssteuer bleibt aber immer ab Einkünften von ca. € 7.600 - egal welches Einkommen du erzielst...


    An deiner Stelle würde ich es aber lassen mit der Selbständigkeit, denn du stellst dir bereits bei Beginn Fragen, die dich - wenn's wirklich hart kommt - wahrscheinlich scheitern lassen!

    Als einzelner Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH musst du in aller Regel für größere (Waren-)Kredite sowieso in die persönliche Haftung (Bürgschaft, Grundschuld, etc.)!


    Und wenn dein Laden den Bach runter geht und ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, werden dich de Insolvenzverwalter in Zukunft sowohl aus deiner Funktion als Gesellschafter (hier eher begrenzt), als auch aus deiner Funktion als Geschäftsführer (hier dann so richtig) in die Mangel nehmen und mit Schadenersatzansprüchen konfrontieren, die einer persönlichen Haftung gleichkommen.


    Ich will hier keine Angst verbreiten, ich arbeite nur in der Prozessabteilung einer Insolvenzverwaltung und mache genau diese Ansprüche gegenüber Gesellschaftern und Geschäftsführern tagtäglich geltend.


    Viele denken einfach, durch die Gründung einer GmbH seien sie komplett aus der Haftung raus. Und genau das ist halt nicht richtig, auch wenn die Buchstaben mbH etwas anderes suggerieren.


    Der finanzielle (Stammkapital, notarielle Beurkung, Eintragung ins Handelsregister, etc) und der organisatorische Aufwand (doppelte Buchführung, Bilanzierung, etc) wird hier in den meisten Fällen nicht bedacht.


    Die Abwicklung einer GmbH für den Fall, dass man feststellt, dass es doch nicht prickelnd läuft, ist im Übrigen auch aufwändiger als die Auflösung eines simplen Einzelunternehmens.


    Eine grobe Übersicht der genauen Gesellschaftsformen findest du hier:


    http://www.traum-projekt.com/f…-gesellschaftsformen.html

    Hallo,
    Oder wäre es sinnvoll , in die AGB´s zu schreiben das wir keine Haftung übernehmen für Schäden die durch defekte und falschen Einbau enstehen
    Dadurch würden wir uns ja im Prinzip selbst disqualifizieren, oder?


    Nicht nur das, der Ausschluss der Gewährleistung ist gegenüber Verbrauchern als Vertragspartnern nicht wirksam...


    Eine betriebliche Haftpflicht ist hier sicherlich die erste Wahl, wie meine Vorredner es schon gesagt haben...

    Hier würde ich auch anwaltliche Beratung empfehlen! Wichtig und kiregsentscheidend ist hier sicherlich die Frage, welches Recht (deutsches oder englisches) überhaupt anwendbar ist. Davon hängt dann maßgeblich ab, wie die AGB inhaltlich ausgestaltet sein müssen...

    Ich würde die Sache ein wenig differenzierter sehen.


    Verkauft ein Unternehmer eine Sache an einen Verbraucher gilt, gleich ob es sich um eine Neu- oder Gebrauchtware handelt, im ersten halben Jahr eine Beweislastumkehr hinsichtlich der Frage, ob der Sachmangel bereits bei Übergabe der Sache bestand. In dieser Zeit hat der Unternehmer zu beweisen, dass bei der Übergabe kein Mangel bestand. Danach muss der Verbraucher beweisen, dass ein Mangel schon bei Übergabe vorhanden war.


    Insofern muss der Verkäufer bei dem Verkauf von Gebraucht-CDs oder -DVDs "nur" eine sichere Beweislage schaffen. So könnte man den Kunden ein Formular ausfüllen lassen, in welchem er zusammen mit dem Verkäufer das Fehlen Kratzern etc. bescheinigt - etwa wie ein Übergabeprotokoll bei der Übergabe von Mietwohnungen.


    LimaX
    Das würde sowieso nicht funktionieren, weil der Käufer jedenfalls wegen arglistiger Täuschung des Kaufvertrag anfechten könnte. Das ist keine Frage der Gewährleistung...

    Unabhängig von deinen Fragen:


    Schlägt die Störerhaftung nicht immer auch auf die hinter einer juristischen Person stehenden Personen durch? Sonst wäre es ja ein leichtes, sämtliche Störerhaftungstatbestände durch Gründung einer GmbH zu umgehen...


    Seid ihr euch auch bewusst, welche weiteren Konsequenzen die Gründung einer UG hat (Bilanzierungspflicht, doppelte Buchhaltung, etc.)?


    Zu deinen Fragen:


    Eine direkte Umwandlung ist nicht möglich, da - wie du selbst festgestellt hast - von einer GbR mit persönlicher Haftung der Gesellschafter auf eine GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) umgestiegen wird und somit die bisherigen Gläubiger erst zustimmen müssen. Alle bestehenden Verträge müssen also umgeschrieben werden.


    Das Finanzamt dürfte da das geringste Problem darstellen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es da auch eine neue Steuernummer gibt, da die GmbH und somit auch die UG eine eigene Rechtspersönlichkeit ist und somit als neuer Steuerschuldner hinzukommt.


    Hinsichtlich des Bankkontos wird eure Bank sicherlich eine Überführung des bestehenden GbR-Kontos in das GmbH-Vermögen ermöglichen. Vor Gründung einer GmbH entsteht sowieso immer eine GbR, die auch kontofähig ist. Eure Konstellation unterscheidet sich daher aus Sicht der Bank nicht sonderlich von einer normalen Gründung...

    Und lass das unbedingt mit dem e. K.! Das bedeutet eingetragener Kaufmann / eingetragene Kauffrau und bewirkt, dass du wie eine Kaufmann mit allen Konsequenzen behandelt wirst (z. B. doppelte Buchführung).


    Als simpler Einzelunternehmer reicht eine einfache EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung). Günstige Softwarelösungen wie Lexware Büro Easy oder WISO Mein Büro nehmen dir die Arbeit der Erstellung von EÜR und Steuererklärungen weitesgehend ab.


    1.) Kann man die Gewerbeab- und ummeldung terminieren - sprich mit Datum vom 31.12.2007 jetzt schon abgeben ?
    Hintergrund, ist natürlich , das sich alles besser rechnen (auch dem Finanzamt gegenüber) lässt.


    Gewerbean- und -abmeldung sind nur Anzeigepflichten. Wenn dein Partner zum 31.12.2007 aus der GbR austritt, dann kann man das auch noch im Januar dem Gewerbeamt anzeigen.



    2.) Unser derzeitige Geschäftsbezeichnung lautet - "S&G Computerwerkstaat Thomas ... & Fritz ..... GbR"
    Darf ich zukünftig als Tom´s (Thomas ....) Computerwerkstatt auftreten?


    Mit dem Austritt deines Partners ist die GbR nicht mehr existent. Du kannst deinem verbliebenen Gewerbe einen Phantasienamen geben, wenn du deinen vollständigen Namen auf allen Geschäftsbriefen und in allen rechtlich relevanten eMails mit angibst.

    Soweit ich weis, wird auch die normale GmbH reformiert, dort braucht man zukünftig nur noch 10 000€ statt bisher 25 000€ Startkaiptal.


    Die mini-gmbh ist die deutsche Antwort auf die englische Limited.
    Man braucht zwar kein Startkapital mehr, aber man muss es nach und nach bezahlen, sodass man irgendwann 10 000€ haben muss.
    Ich glaube, dass man 1/4 des Jahresgewinn dann abzieht, bis man die 10 000€ hat.


    Stimmt, genau! Bei der "Mini-GmbH" kann man sich nach der geplanten Reform des GmbH-Rechts auch den Gang zum Notar sparen, wenn man den Muster-GmbH-Vertrag des Gesetzgebers verwendet. Gleichwohl ist auch für eine Mini-GmbH das GmbHG anwendbar mit allen Konsequenzen (Handelsgesellschaft, doppelte Buchführung, Eintragungspflichten, etc.).


    Informationen zur GmbH-Reform gibt's hier.

    dann musst du eben eine AG oder Co. KG oder sonstige Kapitalgesellschaft gründen, um die Haftung wie auch immer zu verteilen.


    bei Personengesellschaften trifft die Haftung im Außenverhältnis zun mal alle Beteiligten


    Einzige Ausnahme: Bei der KG (Kommanditgesellschaft) haften die Kommanditisten nur in Höhe ihrer Einlage, nach Erbringung dieser gar nicht mehr für Gesellschaftsschulden. Aber Vorsicht, eine KG bringt gegenüber der GbR sehr viel mehr Aufwand und Kosten (Doppelte Buchführungspflicht, etc.) mit sich.

    Wie jetzt, seit ihr euch da absolut sicher?


    Ja, zu 100 %!


    Die entsprechende Regelung ist § 421 BGB. Der Gläubiger kann also die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner ganz oder zu einem Teil fordern!


    Wie bereits erwähnt ist eine Haftungsbeschränkung im Außenverhältnis nur durch eine individuelle Vereinbarung mit dem jeweiligen Kunden/Lieferanten möglich. Das wird aber kein Geschäftspartner einfach so machen...


    Der GbRmbH (Haftungsbeschränkung in den AGB) hat der BGH eine klare Absage erteilt. Siehe hier...

    Die Gewerbeanmeldung ist nur für die Gewerbesteuer und die Zwangsanmeldung bei der IHK notwendig. Bei der Gewerbesteuer liegt der Freibetrag bei € 24.500,-, den du als Kleinunternehmer nicht erreichen wirst.


    Bleibt nur die Mitgliedschaft in der IHK. Ein Beitrag zu leisten ist erst ab einem Ertrag von € 5.200,- im Jahr und beträgt bis zu einem Jahresertrag von € 25.600,- nur € 51,-. Das ist zwar lästig, aber man kann deren Angebote nutzen (z. B. Existengründerseminare) und so den Beitrag auch wieder reinholen. Beratung bekommt man dort auch oft kostenlos oder sehr günstig...


    Vom Aufwand her gesehen ist das aber zu vernachlässigen. Bis auf das oben Genannte gibt es keinen großen Unterschied zwischen Freiberuf und Gewerbe, es sei denn du willst in die Künstlersozialkasse einzahlen, was mE aber nicht ganz einfach zu erreichen ist.

    Hier solltest du alle Antworten finden...


    Das Gewerbe muss man im Übrigen nur anmelden! Die Anmeldung ist nicht Voraussetzung für ein Gewerbe (anders z. B. bei der Gründung einer GmbH, die erst mit Eintragung in das Handelsregister entsteht). Du kannst dein Angebot also guten Gewissens vor der Gewerbeanmeldung rausschicken, solange du deiner Anmeldepflicht hinterher zeitnah nachkommst...

    Meiner Meinung nach ganz einfach:


    Mit der Widerrufserklärung entsteht der Rückzahlungsanspruch des Kunden und wirf sofort fällig (§ 271 BGB).


    § 286 BGB regelt "nur" den Verzug, d. h. den Moment, ab dem die Verzugsfolgen wie Zinsen (§ 288 BGB) und Schadensersatz (§§ 280, 286 BGB, Verzögerungsschaden, worunter auch die anwaltliche Beratung des Kunden nach Verzugseintritt fällt) eintreten. Hieraus kann man aber nicht auf die Fälligkeit der Rückzahlungspflicht schließen, da diese selbst Voraussetzung für den Verzug ist. Im Übrigen ist § 286 Abs. 3 BGB auch ohne eine Rechnung oder ähnliches des Kunden anwendbar, da § 357 Abs. 1 BGB darauf verweist.


    Wenn der Kunde die Rückzahlung also nach seinem Widerruf z. B. per Mail einfordert oder 30 Tage nach seinem Widerruf vergangen sind, entspricht treten die genannten Verzugsfolgen ein. Man sollte also nicht zu lange auf die Rückzahlung warten.


    Trotzdem hat man nach ein Zurückbehaltungsrecht bis die Ware eingetroffen ist, gleichzeitig hat der Kunde selbiges, bis das Geld bei ihm eingetroffen ist. Rechtsfolge ist die angesprochene Zug-um-Zug-Abwicklung.


    Vielleicht kann ein Moderator dies mal in den gepinnten Beitrag von mir einarbeiten...